Das südliche Dansaertviertel liegt zwischen der Börse, den Sint-Gorikshallen und dem Alten
Getreidemarkt (Oude Graanmarkt). Es ist ein place to be für alle, die trendige Kleidung und
ausgefallenes Design sowie gemütliche Cafés, Brasserien und kleinen Restaurants lieben. Ich gehe gerne
hierher wegen der kosmopolitischen Atmosphäre, die man unmittelbar „schmecken“ kann.
Brüssel für Fashionistas
Der Süden des hippen Viertels hat sich während der letzten Jahre zu einem belebten, super trendy und
dynamischen Zentrum entwickelt. Vor etwa zwanzig Jahren war es hier eigentlich sehr trist: Verlassene
Häuser, geschlossene Geschäfte, hier und da ein kleines Restaurant. Vor etwa fünf Jahren fasste dann
eine größere Anzahl von Mode- und Designschaffenden im Dansaertviertel Fuß. Nach und nach ließen sich
auch große Modehäuser, Stylisten, Designer und Juweliere hier nieder.
In der Antoine Dansaerstraat kann ich nie widerstehen, kurz in die Schaufenster von „La Belle &
La Bête“ und „Cotélac“ zu schauen. Man weiß ja nie! Bei „La Belle & La Bête“ ist Mode eine simple
Sache: Geradlinige Basisteile mit einem schönen Accessoire machen aus jeder Geschäftsfrau eine Dame
von Welt. Im französischen Modehaus Cotélac finden Sie dagegen eher legere Outfits oder auch
Bekleidung mit verspielten Prints.
Kartell
Rue Antoine Dansaertstraat 2, 1000 Brüssel, Belgien
Mein Lieblingsgeschäft in diesem Viertel liegt in einem prestigeträchtigen Eckhaus, das nicht zu
übersehen ist. Kartell, einige Schritte von der Börse entfernt, an der Kreuzung zwischen Antoine
Dansaertstraat und Kartuizersstraat. Im Kartell Flagship Store, der 2002 eröffnet wurde, können
Sie die Designkollektion in den großen, durchsichtigen, beleuchteten und farbigen Vitrinen
entdecken. Designmöbel, Leuchten von Ferruccio Laviani, und die berühmte Bourgie-Lampe sind nur
ein paar Beispiele dafür, was sich hier auf zwei Etagen entdecken lässt. Sie können hier auch
kleine Geschenke für Ihre Lieben zuhause erwerben.
Stöbern in den Nebenstraßen
In den Nebenstraßen wie der Kartuizersstraat und der Arteveldestraat können Sie nach Herzenslust
stöbern und neue Boutiquen entdecken. Es ist hier etwas ruhiger, die Atmosphäre ist fast ländlich und
lässt mich kurz vergessen, dass ich mich im Zentrum von Brüssel befinde.
Wenn ich meinen Blick nach oben zu den Giebeln der Häuser richte, entdecke ich eine Aneinanderreihung
verschiedener klassischer Baustile. Versäumen Sie es deshalb auf keinen Fall, diese schönen Gebäude,
die Giebel und Fassaden aus allerlei Epochen zu bewundern.
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Brüssel bietet
nicht nur Mode, Shopping, Waffeln und Bier. Haben Sie jemals von einem Pfefferkuchenhaus geträumt?
In Brüssel gibt es eines. In der Kartuizersstraat 4 finden Sie „AM Sweet“. AM steht für
Anne-Marie, jene Frau, die dieses gemütliche Teehaus inklusive Confiserie mit viel Liebe führt.
Man kann hier sowohl Tee (50 verschiedene Sorten), Kaffee, Backwaren, Brüsseler Schokolade (von
Laurent Gerbaud) als auch hausgemachte Süßigkeiten (unter anderem die berühmten Cuberdons)
erwerben. In dem kleinen zweigeschossigen Gebäude gibt es auch einen Tearoom. Sie können oben oder
unten an einem der kleinen Tische Platz nehmen, um die Poesie an den Wänden zu entdecken. Das
Frühstück ist preiswert, alternativ können Sie auch einfach einen guten Kaffee mit Spekulatius aus
dem berühmten Hause Dandoy genießen.
Zeit für ein Glas Wein
Nach dem Shoppen genieße ich auf einem der vielen kleinen Plätze gerne einen guten Wein. Der
Sint-Goriksplein und der Alte Getreidemarkt (Oude Graanmarkt) sind meine Favoriten. Hohe Bäume, volle
(beheizte) Caféterrassen, Sonnenschirme, Blumenläden und mit etwas Glück strahlender Sonnenschein.
Plaudernde Einheimische, Geschäftsleute und Touristen sitzen gemeinsam an kleinen Tischen, die auf dem
alten Kopfsteinpflaster ein wenig wackeln. Mehr braucht man nicht, um sich wie im Süden zu fühlen.
Comocomo
Rue Antoine Dansaertstraat 19, 1000 Brüssel, Belgien
Wenn Sie nach Ihrem Termin oder Meeting noch gut und gemütlich essen möchten, ohne „alleine“
essen zu müssen, ist das ComoComo ein guter Tipp. Die Begrüßung ist freundlich und traditionell
spanisch, die Plätze an der Bar sind heißbegehrt. ComoComo ein trendy deluxe Fast Food-Konzept,
bei dem sich Tradition und Technologie verbinden. Wir sind schließlich im Dansaertviertel, nicht
wahr? Alle sitzen nebeneinander in einer langen Reihe inmitten der gemütlich industriell
angehauchten Einrichtung. Pinxtos und Tapas werden in kleinen, traditionellen Portionen serviert
und reisen auf dem 80 Meter langen Mini-Laufband (dem längsten der Welt!) durchs ganze Restaurant.
Die baskischen Spezialitäten werden der Tageszeit angepasst. Nach zwei Pinxtos-Speisen sind Sie
garantiert mit den anderen Tisch- beziehungsweise “Bandnachbarn” ins Gespräch gekommen. Ein Muss
für Fans der authentisch spanischen Küche.
Wie kommen Sie in diesen Teil des Dansaertviertels?
Öffentliche Verkehrsmittel: Die Pre-Metrolinien 3 und 4 bringen Sie zur Haltestelle
„Beurs/Bourse”.
Zu Fuß von der Börse aus: Laufen Sie die Straße gegenüber der Börse entlang. Sie passieren das
Mariott Hotel und die Beursschouwburg (ein inspirierendes Forum für “Zwischenkünste”) und kommen zur
Dansaertstraat.
Mit dem Fahrrad: In Brüssel können Sie bei Villo! preiswert Fahrräder mieten.
Hop-on Hop-off Bus: Nehmen Sie die blaue Linie bis zur Haltestelle „Beurs/Bourse”.
Bildnachweise
- Headerbild: Shutterstock, Madrugada Verde