Streetfood-Märkte und -Festivals haben längst Deutschlands Metropolen erobert. Nun ziehen auch die kleineren Städte nach und stechen immer öfter mit eigenständigen Food-Events hervor. Jan Dinter von ‚Celebrate Streetfood‘ verrät, wie du Märkte findest, deren Besuch sich wirklich lohnt.
Streetfood für Groß und Klein
Neben Berlin, Hamburg, München und Köln haben heute auch Städte wie Bad Kreuznach, Villach und Norderstedt ihren festen Platz auf der Streetfood-Landkarte. Mit eigenen Märkten und Festivals wollen sie ihre Einwohner begeistern und Leute von außerhalb anlocken. Regional sind – was die Angebotsvielfalt betrifft – kaum Unterschiede auszumachen, so Jan Dinter, Gründer und Geschäftsführer von ‚Celebrate Streetfood‘, zu dem die Foodtrucks der Marken ‚Burrito Bande‚ und ‚Burger Unplugged‚ gehören: „Aber man kann schon sagen, dass Streetfood in Großstädten besser funktioniert. Woran das liegt, können wir auch nur erahnen. Wie bei allen Trends ist man Neuem gegenüber in den Städten einfach etwas offener.“ In Berlin locken zum Beispiel der ‚Street Food Thursday‘ jeden Donnerstag in der Markthalle Neun in Kreuzberg sowie ‚Street Food auf Achse‘ jeden zweiten Samstag in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg zahlreiche Streetfood-Gourmets an. Hamburg hat mit dem ‚Food Truck Festival‘ und der ‚Street Food Session‘ gleich zwei verschiedene Märkte auf dem Spielbudenplatz in St. Pauli zu bieten.
Erfahrung trifft Leidenschaft
Bei der rasant steigenden Auswahl an Märkten und Festivals ist es nicht mal für Betreiber von Foodtrucks einfach, das Richtige herauszufiltern. Die Frage nach den wichtigsten Events der Szene ist für Dinter aber schnell beantwortet: „Das sind aus unserer Sicht ganz klar die sogenannten ‚Foodtruck RoundUps‘ von Foodtrucks Deutschland‚. Vermutlich kann man Veranstalter Klaus P. Wünsch als den Urvater der Foodtruck-Szene in Deutschland bezeichnen. Seine Leidenschaft für gutes mobiles Essen ist riesig, und die Festivals sind immer super organisiert, sowohl für die Gäste als auch für uns Foodtrucker.“ Die Website bietet News, Termine sowie Rezepte für Streetfood-Anhänger.
Kulissen mit Charme
Dabei ist es nicht immer nur die Fülle des Streetfood-Angebots auf einem Festival, sondern oft kann auch die Location von besonderem Reiz sein. Dinter fällt hier als erstes das ‚Street Food Weekend‚ auf der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz ein. Ebenso verdient das ‚Street Food Market Festival‚ in der Altstadt von Innsbruck inklusive wunderschöner Alpenkulisse eine gesonderte Erwähnung, so Dinter. „Die Österreicher haben damit schon eine Benchmark gesetzt.“ Doch auch in Deutschland ist man angesichts der großen Nachfrage immer auf der Suche nach neuen Locations mit dem gewissen Etwas. Das Wiesbadener ‚Street Food Festival & Market‚ zum Beispiel findet am Schloss Freudenberg statt. Und in Köln versammelt man sich zum ‚Eat Play Love‚ am romantischen Fühlinger See.
Hervorragende Zukunftsaussichten
Für Dinter steht fest, dass Streetfood längst seinen Platz als gastronomische Alternative gefunden hat. „Wir freuen uns über diese Entwicklung und glauben, dass Streetfood immer noch Wachstumspotenzial hat. Qualität siegt am Ende immer, und gute Foodtruck-Konzepte werden auch in Zukunft ein wichtiger Teil der Gastronomie-Landschaft bleiben.“ Ein Ende des Streetfood-Trends und der immer beliebter werdenden Märkte ist also nicht in Sicht. Das verspricht für die kommenden Jahre eine Menge neuer Leckereien, die es zu entdecken gilt.
Bildnachweise
- Header: “Street Food Festival“ von StateofIsrael / lizensiert unter CC BY-SA 2.0 über Flickr, zugeschnitten
- „Food_Truck_Friday_2“ © Celebrate Streetfood
