International Bavarian Short Film Festival – Bloggerchallenge

Für die Kategorie “Best Short Film – 48h Challenge” haben wir uns für die 13 Blogger unseres Workshops eine ganz besondere Challenge überlegt. Innerhalb eines Wochenendes hieß es Grundlagen auffrischen beziehungsweise Neues lernen, selber kreativ werden und am Ende einen Kurzfilm unter dem Motto „Hotel Stories“ produzieren.

Als Nicht-Profis und absolute Beginner im Bereich Video-Content, haben wir uns mit Angelika (Reisefreunde), Yvonne (Just Travelous) und Nina (Smaracuja) drei echte Fachfrauen ins Haus geholt, die Ihre Tipps und Tricks an unsere Blogger weitergegeben haben.

Ins Haus heißt in diesem Fall übrigens ins Le Meridien Grand Hotel Nürnberg, das nicht nur Veranstaltungsort war, sondern als Hotel auch Pate für unsere Stories stand. Vielen Dank für die tolle Organisation und tatkräftige Unterstützung!

Der Workshop

…und damit war der Workshop eröffnet.

In den nächsten zwei Tagen haben wir – vor allem aber unsere Blogger – einiges über die Erstellung von Video-Content dazugelernt. Dabei ging es keinesfalls nur um theoretische Grundlagen. Im Vordergrund stand auch der Erfahrungsaustausch.

Sonntag setzten alle das Gelernte in die Tat um, wobei einige ziemlich coole Videos entstanden, von denen drei zum International Bavarian Short Film Filmfestival in der Kategorie „Best Short Film – 48h Challenge“ nominiert waren.

…and the Winner is!

Herzlichen Glückwunsch an Taina und Matthias – unsere Gewinner in der Kategorie „Best Short Film – 48h Challenge“. Auf ihrem Blog „Was mit B“ beobachten, beschreiben und bebildern sie die B-Seiten des Lebens, mit „Perspective„ haben die beiden das Thema „Hotel Stories“ mit viel Sinn fürs Detail aus einem ganz neuen Blickwinkel beleuchtet.

Wer war noch nominiert?

Neben „Perspective“ von Taina und Matthias waren noch zwei weitere Film zum International Bavarian Short Film Festival nominiert, die wir euch selbstverständlich nicht vorenthalten wollen:

„My Staycation“ von Susi Maier

Als Bloggerin (Black Dots White Spots) bereist sie Deutschland, Europa und die Welt für ihren Short Film hat sie sich vom schlechten Wetter und Hotel inspirieren lassen und gemacht, wozu sonst wenig Zeit bleibt.

„For a moment we’re strangers“ von Steven Hille, Marco Buch und Ralf Johnen

Ein Tag in der Fremde, ein Bekannter der keine Zeit hat und eine Begegnung, die aus zwei Fremden Freunde macht. Steven (Funkloch), Marco (Life is a Trip) und Ralf (Boarding completed) erzählen in knapp zwei Minuten die Geschichte einer – auf den ersten Blick – ungleichen Bekanntschaft.


11 Tipps für dein nächstes Video

Für alle, die sich auch mit (k)einer „Hollywood-Karriere“ zufrieden geben, haben wir die 11 besten Tipps unserer Expertinnen Angelika, Yvonne und Nina mitgeschrieben:

1. Welche Geschichte möchtest du erzählen?

Bevor du einfach drauflos filmst überlege dir vorab, welche Geschichte du erzählen möchtest.
Worum soll es in deinem Video gehen? Wer ist der Protagonist, wer der Erzähler? Wo spielt deine Geschichte und was möchtest du mit ihr vermitteln?

Nur einige Beispielfragen, die du dir noch vor Beginn deines Drehs beantworten solltest.

2. Erstelle (d)einen Drehplan

Damit du im Moment des Filmens nichts vergisst und auch wirklich an alle Einstellungen, die für deine Geschichte nötig sind denkst, hilft es vorab einen kleinen Drehplan aufzusetzen. Halte die wichtigsten Szenen in einem Notizheft fest, so hast du am Ende garantiert alle nötigen Sequenzen im Kasten.

3. Justiere deine Kameraeinstellungen manuell nach

„Die Automatik zu nutzen ist fast immer eine schlechte Idee“, so der Profi-Tipp von Travel-Bloggerin Angelika.

Tatsächlich macht es vielmehr Sinn beim Filmen und Fotografieren vor jeder Szene die Einstellungen seiner Kamera manuell vorzunehmen. Dabei solltest du immer an:

  • …einen manuellen Weißabgleich,

  • …die ISO-Empfindlichkeit (Lichtempfindlichkeit)

  • …und Colourgrading denken.

Ein kleiner Tipp zum manuellen Weißabgleich: Fotografiere vor jeder Szene ein weißes Objekt / Blatt Papier und nutze dessen Wert als Referenz.

4. Achte auf Licht und Ton

Hier ist die Regel eigentlich ganz eindeutig „Wenn das Licht nicht ausreicht, bring dir welches mit oder lass es sein.“ (Zitat Angelika und sie muss es wissen) Niemand – auch du nicht – möchte am Ende mit einer krisseligen Aufnahme arbeiten. Spar dir also lieber die Zeit und Mühe, wenn von vornherein klar ist, dass die Lichtverhältnisse nicht stimmig sind.

Möchtest du deinen Film darüber hinaus vertonen, denke daran ein externes Mirkofon zu benutzen. Interne Mikrofone leisten vor allem bei Handyaufnahmen nur einen mangelhaften Ton.

5. Achte auf Formen, Farben und Bewegung

Wie deine Story, sollten auch Formen, Farben und Bewegungen ein harmonisches Gesamtbild ergeben.

Behalte immer im Hinterkopf, dass nur stabile Aufnahmen gute Aufnahmen sind! Vermeide schnelle Bewegungen und berücksichtige die folgenden Hinweise, um möglichst solide Aufnahmen zu bekommen:

  • Halte die Kamera – besonders, wenn du Aufnahmen mit dem Handy machst – eng am Körper

  • Verwende wahlweise ein Stativ

  • Achte auf zueinander passende Formen und Farben

6. Schwenken und Zoomen sind Tabu

Moderne System- und Spiegelreflexkameras sind ein Garant für die schönsten Urlaubserinnerungen, schließlich ist die Bildverarbeitung nahezu perfekt. Dennoch raten unsere Expertinnen davon ab bei Videoaufnahmen spektakuläre Schwenks zu versuchen – schließlich sind wir nicht in Hollywood.

Auch das Zoomen ist im Fall „einfacher Reisevideos“ keine Option. Möchtest du etwas aus der Nähe filmen, geh stattdessen einfach darauf zu. Entsprechend gilt auch beim Kauf von Objektiven der Ratschlag auf Festbrennweite statt Zoom zu setzen.

7. Ein guter Schnitt braucht keine Effekte

Ebenso wie Instagram- oder Snapchat-Filter, verleiten auch die vielen Optionen der Schnittprogramme zu mutmaßlich spektakulären und effektvollen Übergängen. Denke aber immer an unseren Profi-Ratschlag „Ein guter Schnitt braucht keine Effekte“. Heißt, wenn deine Aufnahmen stabil und ineinander stimmig sind, benötigst du keine zusätzlichen Effekte, um dein Video fertigzustellen.

8. Beachte den 180 Grad Shutter

Nun wird es etwas technischer. Der 180 Grad Shutter besagt, dass mit einer Belichtungszeit Zeit von 1/(Framerate*2) belichtet wird. Filmst du also beispielsweise mit 25fps (frames per second), belichtest du mit 1/50 Sekunden.

9. Die Theater-Regel

Die Theater-Regel, respektive das 180-Grad-Prinzip, gewährleistet, dass der Zuschauer – ganz ähnlich wie im Theater – immer nur eine Seite der Handlung sieht. Heißt achte darauf nur den aus der Perspektive des Zuschauers sichtbaren Bereich einzufangen. Alles andere verwirrt und stört die Kontinuität deiner Handlung.

Kurz: Backstageaufnahmen sind Tabu!

10. Sei kreativ!

Und das nicht nur bei der Film- und Bildkomposition! Fehlt dir ein Stativ für stabile Aufnahmen? Kein Problem, alles was du brauchst um deine Bildstabilität zu verbessern ist eine Schnur. Knote die zwei Enden zusammen, wickle ein Ende der Schnur um deine Handy / deine Kamera und stelle dich mit dem Fuß auf das andere Ende. Wenn du nun die Spannung hältst, kannst du problemlos leichte Bewegungen zur Seite sowie nach vorne und hinten durchführen.

Ein nicht weniger genialer Trick, um eine 360°-Aufnahme zu bekommen, ist es, dein Smartphone an einer Eieruhr zu befestigen.

11. Üben, üben, üben

Was etwas langweilig und generisch klingt, ist wohl einer der wichtigsten Tipps überhaupt, schließlich heißt es nicht umsonst „Übung macht den Meister“. Schnapp dir deine Kamera, geh vor die Tür und probiere dich aus. Mit der Zeit wirst du dein ganz eigenes Gespür für gute Szenen, den passenden Schnitt und die Einstellungen deiner Kamera finden.

Vielen Dank an Angelika, Yvonne und Nina für die wunderbaren Tipps!

Wenn du darüber hinaus noch ein paar Infos zum Thema Reisefotografie suchst, bist du HIER genau richtig.