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In Bari verschmelzen Morgen- und Abendland, Land und Meer sowie Tradition und Moderne zu einem eklektischen, immer wieder spannenden Mix. Die gemütliche Atmosphäre der Altstadt trügt: Dank ihrer Seefahrertradition und der lebendigen Studentenszene überrascht die Universitäts- und Handelsstadt an der Adria mit einer einzigartigen Küche und bemerkenswerten Events in historischen Gemäuern.
Über die Autostrada A14 (Adria-Autobahn) sowie den zentral in der Altstadt gelegenen Hauptbahnhof erreichen Urlauber die Stadt aus allen Teilen Italiens schnell und einfach. Fähren verbinden Bari regelmäßig mit Kroatien und Griechenland, der internationale Flughafen mit dem Rest der Welt. Die Metro (Ferrotramviaria) ist die schnellste Verbindung zum zentral gelegenen Hauptbahnhof: Zwischen Aeroporto und Bari Centrale verkehrt der Zug 2-3 Mal pro Stunde mit einer Fahrtzeit von 14 Minuten.
Viele Besucher kennen Bari lediglich als Tor zu Apulien und den wundervollen Adria-Stränden an Italiens Südküste. Dabei bezaubert die zweitgrößte Stadt Süditaliens mit einem weitgehend intakten, mittelalterlichen Stadtkern, der Città Vecchia. Einen starken Kontrast dazu bildet die schachbrettartig angelegte Neustadt Borgo Murattiano mit zahlreichen Shoppingmöglichkeiten, einer wundervollen Seepromenade (Lungomare) und prächtigen Bauten mit Elementen im venezianischen Stil und Art Nouveau.
Rund 30 Kirchen und Basiliken gibt es in Bari - und die im 12. Jahrhundert erbaute Kathedrale San Sabino zählt mit ihrem wunderschön restaurierten Altarbereich, reichem Ornamentschmuck und mittelalterlichen Fresken zu den sehenswertesten. Eine besondere Bedeutung kommt der Basilika San Nicola zu. Der kubisch-romanische Bau beherbergt neben dem kunsthistorisch wertvollen Bischofsstuhl des Elias auch die Gebeine des Heiligen Nikolaus, des Schutzheiligen der Stadt, was Bari zum beliebten Pilgerziel orthodoxer Christen macht.
Neben zahlreichen Kirchen zählt auch das städtische Teatro Piccinni zu den Wahrzeichen von Bari. Nach dem Komponisten Niccolò Piccinni benannt, konkurriert das älteste Theater der Stadt mit dem privat geführten Teatro Petruzzelli. Der prachtvolle, fast 1.500 Gäste fassende Bau gilt als eines der größten Privattheater Italiens und wurde nach seiner Zerstörung durch einen Brand im Jahr 2009 wieder eröffnet.
Einen wundervollen Kontrast zur pompösen Theaterwelt stellen die zahlreichen kleinen Galerien in der Altstadt und rund um die Piazza del Ferrarese dar. Als eine der bekanntesten und sehenswertesten gilt die Sala Murat an der Piazza del Ferrarese, direkt gegenüber dem alten Hafen. Hinter ihrer schlichten weißen Fassade mit Rundbögen wird regelmäßig moderne Kunst präsentiert - sofern diese nicht wie 2014 geschehen von der Putzfrau entsorgt wird.
Bari auf einem Teller, das bietet das von außen unscheinbare, aber stilvolle Biancofiore. Im alten Stadttor von Bari erwartet Besucher ein kleines, geschmackvoll eingerichtetes Restaurant, das großen Wert auf lokale Spezialitäten wie Fisch und Seafood, lokales Brot mit Olivenöl und Orecchiette legt, aber auch auf saisonale Zutaten und regionale Produkte achtet. Die kleine, aber feine Karte wird durch eine große Auswahl hervorragender Weine und guter Biere (inklusive eines sehr guten regionalen Bio-Biers) abgerundet. Obwohl die Qualität der Speisen und das angenehme Ambiente ein höheres Preisniveau erwarten lassen, überrascht das Biancofiore mit vergleichsweise niedrigen Rechnungen.