ARCOTEL Rubin Hamburg

Nadine und Jörg von eat this! im ARCOTEL Rubin

Das ARCOTEL Rubin öffnete 2007 im Hamburger Stadtteil St. Georg seine Pforten, einem Bezirk, der in den letzten Jahren das ursprüngliche Schmuddelimage bekämpfen konnte und sich nun nach und nach zum angesagten Kultur- und Szeneviertel wandelt.

Was es mit dem Namenszusatz „Rubin” auf sich hat, erschließt sich sofort nach dem Betreten des Hotels. Der rote Edelstein stand Pate für das Interieur. Von Details, über das Mobiliar bis hin zum Themenraum, dem ganz in Rot gehaltenen „Red Room” geht es im ARCOTEL Rubin ganz schön, ja, rot zu.

In unmittelbarer Bahnhofsnähe gelegen und mit komfortabler, aber etwas enger Tiefgarage ausgestattet, macht das 4-Sterne-Superior die Anreise nicht nur einfach, sondern sogar sehr angenehm.

Der Hamburger Bahnhof ist auch Dreh- und Angelpunkt für Tagesausflüge in und um Hamburg herum. Nach einem gerade mal 7-minütigen Fußmarsch hat man S- und U-Bahn-Haltestellen erreicht und startet in Richtung St. Pauli, Hafenviertel oder Altona. Eine bessere Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel kann man sich fast nicht wünschen.

Die Haltestellennähe ist für Veganer jedoch auch nötig, denn St. Georg glänzt leider noch nicht mit einer vielseitigen veganen Gastronomie. Sieht man vom hoteleigenen Restaurant, dem „Wiener Kaffee” ab, zu dem wir noch kommen, muss man sich in Sachen Verpflegung leider in anderen Stadteilen umsehen. Aber hier lassen wir dich natürlich nicht im Regen stehen, unsere Favoriten in Hamburg sind auf jeden Fall eine Fahrt mit der U-Bahn wert.

Dennoch kann man in Hotelnähe einiges entdecken. Außen- und Binnenalster sind nur ein paar Minuten Fußweg entfernt und so bietet sich auch ein Spaziergang zum Jungfernstieg an.

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Der Empfang

Das ARCOTEL Rubin versteht sich als City-Trip- und Businesshotel, dementsprechend professionell geht es am Check-In-Schalter zu. Klar, hinter dem Versprechen „Gastgeber aus Leidenschaft” steckt auch eine Unternehmensgruppe aus 10 Hotels. Man wird sehr freundlich, zurückhaltend und schnell bedient. Zusammen mit den Zimmerkarten wird auch bereits das WiFi-Passwort ausgehändigt, selbstverständlich steht im ganzen Hotel kostenfreies WLAN zur Verfügung.

Eine besondere Überraschung erwartete uns nach dem Check-In auf dem Zimmer. Kleine Frischkäsewürfel mit Kräutern und köstlichem, frischem Brot.

Moment. Frischkäse? Hier geht es doch um veganes Reisen?!

Tatsächlich haben wir sicherheitshalber am Empfang nachgefragt. Aber wir wurden gleich „beruhigt”, das ARCOTEL Rubin empfing uns tatsächlich mit veganen Frischkäsehäppchen, die nach dieser Bestätigung natürlich gleich verspeist wurden. Nach unserem langen Weg tat diese kleine Stärkung richtig gut.

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Die Zimmer

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Das ARCOTEL Rubin wartet mit insgesamt 217 Zimmern auf. Diese sind in 180 Comfort Zimmer, 23 Superior Zimmer, 6 Junior Suiten, 6 Suiten und 2 Themenzimmer aufgeteilt. Auch 2 vollständig behindertengerechte Zimmer werden angeboten.

Bereits in der Comfort-Klasse gehören ein Flatscreen TV, ein großzügiger Schreibtisch und sogar eine Infrarot-Wärmelampe (auch hier lässt man sich in Sachen Farbkonzept nicht lumpen) zur Ausstattung. Mehr Platz gibt es in den Superior Zimmern und den Suiten, die dann auch noch mit japanischem Bad und teils mit eigenen Dachterrassen aufwarten.

Die Einrichtung der Zimmer ist nun natürlich Geschmackssache. Das große rote Bettkopfteil, welches die auf- und untergehende Sonne Hamburgs darstellen soll, die großen und massiven Holzsessel (leider mit – selbstverständlich rotem – Leder bezogen) und die mit Werken von Caspar David Friedrich bedruckten Vorhänge zeugen vom konzeptionellen Hintergedanken und von der Verbundenheit zu Hamburg als „Perle des Nordens”. Allerdings muss man die dominierenden Rottöne und den Einrichtungsstil schlichtweg mögen.

Die aktivierende Farbgestaltung strahlte für uns etwas zu wenig Ruhe aus, dafür wird man nach dem Aufstehen aber auch direkt zum nächsten Stadtteiltrip „gepushed”.

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Frühstück

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Das Frühstück im ARCOTEL Rubin ist ein absolutes Highlight für Veganer. Während „Normalesser” Wurst- und Käsebrote frühstückten, luden wir uns einfach das vegane Pendant auf die Teller. Ja, sogar „alternativer” Fleischsalat wird am Frühstücksbuffet angeboten.

Nun sind wir zwar nicht die größten Konsumenten solcher Alternativprodukte, bei einem Hotelaufenthalt fühlt es sich jedoch wirklich sehr gut an, das Brötchen ausnahmsweise einmal nicht nur mit Tomaten- und Gurkenscheiben und je einer Prise Salz und Pfeffer belegen zu können. Neben den bereits erwähnten veganen Käse- und Wurstsorten finden sich verschiedene Aufstriche, Sojajoghurt, Birchermüsli, viel frisches Obst, verschiedene Saaten und sogar veganen Schokokuchen.

Selbstverständlich ist dieses rein vegane Angebot auch dementsprechend gekennzeichnet und so leicht zu finden. Wir hätten uns einzig und allein etwas mehr frische Zutaten wie beispielsweise milde Salate oder leichte Antipasti gewünscht.

Das Publikum im ARCOTEL Rubin ist sehr durchmischt und bei Weitem kein auf Veganer spezialisiertes Haus. Umso lustiger war es, als wir mehrfach beobachten konnten, wie sich Mischköstler den veganen Fleischsalat auf den Teller luden und diesen dann ohne sich offensichtlich zu wundern auch verspeisten.

Kommen wir zum Hotelrestaurant, dem „Wiener Kaffee”, dass sich als genauso veganfreundlich entpuppt, wie schon das Frühstücksangebot. Wie das ARCOTEL Rubin selbst schreibt, ist „die Zeit, in der es für Veganer einfach nur Beilagen gab […] vorbei” und dieses Versprechen wird auch ernst genommen.

Für 29,- € wird im Wiener Kaffee zum veganen 3-Gänge-Menü geladen, bei dem man mit beispielsweise sautierten Steinpilzknödeln mit Tahincreme, Spaghetti im Grünkern-BBQ-Sugo mit Süßkartoffel Pralinen und Vanille Pancakes mit Mango-Mandel-Creme und Himbeersorbet verwöhnt wird.

Mit einem „Chapeau!“ auf den Lippen ziehen wir den Hut, denn auch für ein 4-Sterne-Superior-Hotel, dass sich nicht auf eine bestimmte Zielgruppe festgelegt hat, wird man kulinarisch als vegan lebender Mensch auf 5-Sterne-Level verwöhnt.

Nach dem Abendessen sollte man der Crystal Bar einen Besuch abstatten und sich durch die große Auswahl an Ginsorten probieren oder sich bei einer der regelmäßigen Veranstaltungen entspannen.

Fazit

Das Konzept und die Designsprache des ARCOTEL Rubin dürften polarisieren. Wenn auch für uns das dominierende Rot im Hotel schlicht zu harsch ist, haben wir den thematisierten Edelstein im kulinarischen Angebot des Hotels gefunden.

Angefangen beim wirklich herzlichen Willkommensgruß auf dem Zimmer bis hin zum hochklassigen Menü im Hotelrestaurant haben wir uns als Veganer selten so verwöhnt gefühlt.

Die gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel macht das ARCOTEL Rubin zum perfekten Hotel für einen veganen Citytrip.

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ARCOTEL Rubin Hamburg
Steindamm 63
20099 Hamburg
Deutschland

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Weitere Infos

Haltestelle: Hauptbahnhof Hamburg, ca. 7 Minuten Fußweg

Tel.: +49 (0) 40 241 929-0

Email: rubin@arcotelhotels.de

Bildnachweise

  • Alle Bilder © 2015 Nadine Horn & Jörg Mayer – www.eat-this.org