Die Münchner Isarvorstadt

Das neue und junge München

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  Die Isarvorstadt – sie ist der Exot unter den alteingesessenen und vom „Schickeria“-Image leicht angestaubten Stadtteilen der Landeshauptstadt. Der Freak und Trendsetter südlich der Altstadt, der die hippen und konträren Stadtviertel an der Isar vereint. Wer heute noch glaubt, die Topadressen der Stadt im Zentrum zu finden oder wem zum Stichwort München zuerst Schwabing einfällt, sollte umdenken. Die Isarvorstadt wird schon lange als das neue und junge München hofiert – zurecht! Begleiten Sie mich auf einen kurzen Rundgang über den Gärtnerplatz, ins Glockenbachviertel und ins Schlachthofviertel.

Die Facetten des Gärtnerplatzes – Forum Café, Bar Reichenbach

Immer wieder vergleicht man das Flair Münchens mit dem „Dolce Vita“ Italiens. Es ist nicht nur der Espresso, der in den vielen kleinen Cafés „fast wie im Urlaub“ schmeckt, es ist das Ambiente, das die ganze Stadt ergreift, sobald die Sonne scheint. Der Gärtnerplatz ist das beste Beispiel – eine kleine „Piazza“ südlich der Altstadt. Auf Kopfsteinpflaster befindet sich eine kreisrund angelegte Blumenpracht, ein kleiner verschlafener Brunnen und rundherum eine Ansammlung von Cafés, Bistros und Geschäften. Optimal für einen Cappuccino oder Café Latte zum Mitnehmen für all diejenigen, die keine Zeit haben, das Treiben bei einem ausgiebigen Frühstück zu beobachten.  

Forum Restaurant Café Bar

Corneliusstr. 2, 80469 München, Deutschland

Apropos Frühstück: Vom Gärtnerplatz geht die Corneliusstraße ab, zu Fuß benötigen Sie nur drei Minuten zum Forum Café auf der linken Straßenseite. Ganztags servieren die aufmerksamen Bedienungen wohlklingende und wohlschmeckende Frühstücksvarianten wie den italienischen Teller „Pietro“ mit Salami, Taleggio und Lachs oder das vegetarische Frühstück „Valentin“ mit Joghurt, Käse und Gemüsesticks. Extras wie Roastbeef oder Pancakes kann man zusätzlich ordern, und auch Sonderwünsche werden mit einem freundlichen Lächeln erfüllt. „Wiederholungstäter“ sollten hier am Mittag oder am Abend wieder vorbeischauen. Neben saisonaler Küche ist die Karte breit gefächert – von leichten bis verführerisch süßen Köstlichkeiten. Ein Geheimnis verrate ich Ihnen an dieser Stelle noch: Die Geschäftsführerin ist eine echte Weinkennerin, wenn nicht sogar ein Hobby-Sommelière – sie empfiehlt zu jeder Speise den perfekt passenden Wein, hat neben der offiziellen Weinkarte immer noch ein Ass im Ärmel und öffnet so viele Weinflaschen, bis für jeden Gast der passende Tropfen gefunden ist. So wird aus einem Geschäftsessen schnell ein geselliges Beisammensein bei gelockerter Atmosphäre.

 
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Zum gepflegten Entspannen lädt alternativ die renommierte Bar Reichenbach ein. Sie befindet sich zweihundert Meter entfernt vom Gärtnerplatz in der Reichenbachstraße 22. Im 70er-Jahre-Flair servieren Ihnen die Kellner im weißen Hemd mit schwarzen Hosenträgern kreative Cocktailvariationen. Lassen Sie sich vom Barkeeper ruhig dazu überreden, mal etwas Neues von der Karte auszuprobieren – einen Mai Tai oder Caipirinha können Sie schließlich auch zu Hause trinken! Die Jazzmusik im Hintergrund rundet den Abend ab.

 

Die neue Interpretation des Münchner Schlachthofs

Ein bisschen Münchner Nachtleben gefällig? So bunt, multikulturell und lebendig wie die Isarvorstadt präsentiert sich auch das Schlachthofviertel. Das ehemalige Arbeiterviertel mit seinen umliegenden Wohngebieten hat sich zum Szeneviertel herausgeputzt. Bringen Sie hier gerne etwas Zeit mit; das Schlachthofviertel ist allergisch gegen eilige Menschen. Vom Gärtnerplatz aus nehmen Sie am besten ein Taxi, in nur fünf Minuten sind Sie dort. Auch mit den Öffentlichen erreichen Sie den „Bauch von München“, wie das Areal liebevoll genannt wird, recht schnell. Vom Gärtnerplatz laufen Sie zum Marienplatz und fahren mit der U 3 Richtung Fürstenried-West zwei Stationen zum Goetheplatz.

Vom Freiluftkino ins Monti oder Atlantikfisch

Worauf haben Sie Lust? Das Schlachthofviertel rund um die Zenettistraße liegt Ihnen zu Füßen.
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Einen Besuch im Monti lege ich Ihnen aber besonders ans Herz. Das italienische Bistro mit kleiner Antipasti- und Pasta-Karte ist ein absoluter Insidertipp, und spätestens, wenn ein gutes Glas Rotwein vor Ihnen steht, verwechseln Sie München mit einer süditalienischen Stadt.  Das „Monti“ reiht sich ein in die kleine Ansammlung von echten italienischen Feinkost-Fachgeschäften. Neben Weinen, hausgemachter Pasta und den importierten italienischen Olivenölen finden Sie alles, was das Herz des Fans italienischen Lebensgefühls höher schlagen lässt. Der optimale Laden übrigens, um tagsüber ein paar kleine Besorgungen für die Lieben zu tätigen. Pst: Hier bekommen Sie genau die italienischen Weine, die zu horrenden Preisen im Einzelhandel zu finden sind, fast schon zu Schnäppchenpreisen. Man muss nur genau hinsehen. 

 
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Ein Stück weiter die Zenettistraße aufwärts liegt mein persönlicher Favorit und Exot. Für ein wichtiges Geschäftsessen oder für ein privates, ganz besonderes Zusammenkommen ist das Fischrestaurant „Atlantik Fisch“ die unangefochtene Nummer Eins. Hier verbringen Sie einen stilvollen Abend, begleitet von den wohl besten Fischgerichten und Weinen der Stadt. In einem zusammengepuzzelten Design von Champagner- und Weinflaschen, Steh- und Tafeltischen, Innenraum und Wintergarten beobachten Sie den Gastgeber und Chef des Restaurants, wie er seine Gäste herzlich begrüßt. Er kennt gute Weine wie unsereins das kleine Einmaleins, lassen Sie sich etwas empfehlen! Wer bei Hummer und Loup de mer allerdings weiße Tischdecken und Silberbesteck erwartet, irrt: Das „Atlantik Fisch“ besticht mit Lässigkeit, auch der Service ist entspannt. Wenn Sie Ihre Gäste hier empfangen – ob privat oder geschäftlich – gelten Sie mit Sicherheit als Szenekenner. Eins zu Null für Sie. Aber Vorsicht – die empfohlenen Weine passen bestimmt ausgezeichnet zu den gewählten Speisen, übersteigen aber auch mal schnell die Kosten aller Speisen zusammen. Mein Tipp: Hören Sie sich die Empfehlung der Kellner gerne an, inspizieren Sie aber trotzdem aufmerksam die Weinkarte. 

 

Die Isarvorstadt für Nachtschwärmer

Die Nacht ist noch jung – auch wenn Sie bis spät in den Abend zusammen gesessen haben! In der Isarvorstadt kann man wunderbar um die Häuser ziehen, um noch etwas das Tanzbein zu schwingen oder ein paar Drinks zu genießen. Wer nicht zu müde ist, läuft vom Schlachthofviertel an der Isar entlang Richtung Glockenbach.  
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Mein Tipp: Besuchen Sie das legendäre „Paradiso“, die Tanzbar für Paradiesvögel – hier geht es zu späterer Stunde erst richtig los. Tanz, burlesque Erotik und die bunte Ansammlung verschiedener Typen gehen hier eine perfekte Symbiose ein. Schon Freddy Mercury, Mick Jagger und David Bowie haben es hier ordentlich krachen lassen – ein Grund mehr, die Nächte in München nicht zu verschlafen. 

 

Noch ein Hüngerchen?

Schnelle, günstige und trotzdem schmackhafte Kost bieten einige Fast Food-Institutionen in der Isarvorstadt. Den besten Kebab der Stadt finden Sie direkt am Goetheplatz beim „Würstlkönig“. Der herkömmliche Döner läuft hier unter dem Namen „Grillfleischsandwich“ mit der legendären „Jahrhundertsoße“. Eine einzigartige Medizin im Falle eines bayrischen Hangovers. Ein Burger wäre Ihnen lieber? Ebenfalls am Goetheplatz finden Sie das Restaurant „Hans im Glück“, das seine Kundschaft mit besten Burgern magisch anzieht.  
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Wiedersehen macht Freude

Nun haben Sie immer noch nicht das gesamte Spektrum der Isarvorstadt kennen gelernt. Der Besuch im Deutschen Museum sowie ein erfrischendes Bad im ältesten Freibad der Stadt, dem Schyrenbad, stehen noch aus! Ein Tag, ja fast eine Woche reicht nicht aus, um dieses Stadtviertel ganz zu erkunden. Der Anfang ist jedoch gemacht und wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, freut sich die Isarvorstadt auf ein Wiedersehen. Wer weiß, vielleicht erhalten Sie im „Atlantik Fisch“ oder im Getümmel des „Paradiso“ noch den ein oder anderen zusätzlichen Insider-Tipp für Ihren nächsten Isarvorstadt-Besuch?

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