Moderne Kunst in London

Barbican, Saatchi und Serpentine

  • Serpentine Sackler Gallery - Photograph © 2014 Dafydd Jones
London trifft jeden Geschmack und vor allem Kunstliebhaber werden sich in der britischen Hauptstadt völlig verwöhnt fühlen. Kunstgalerien sind über die ganze Stadt verteilt und viele davon kostenlos zugänglich – einer der großen Vorzüge Londons. Von den unzähligen Kunstgalerien Londons dürften vor allem drei überaus bekannt sein: Barbican Art Gallery, Saatchi Gallery und Serpentine Gallery. Da an ganz unterschiedlichen Standorten innerhalb Londons gelegen, ist auch ihre Atmosphäre jeweils eine ganz andere. Einen Besuch wert sind sie alle.
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Die Barbican Art Gallery liegt in der Silk Street, nur einige Minuten von der U-Bahn-Station Barbican, in einer ruhigen Ecke Zentrallondons. Allein für das Gebäude lohnt sich der Besuch. Durch die weiten Hallen und verschiedenen Räume zu wandeln ist eine besondere Erfahrung. Ob Sie nun die brutalistische Architektur schätzen oder nicht, beeindruckend ist sie allemal. Die Barbican Art Gallery ist Europas größter Austragungsort von Multi-Künsten und Konferenzen zu Kunst, Musik, Theater, Tanz, Film und kreativen Lernveranstaltungen. Sie beheimatet außerdem Londons Symphonieorchester. Das dynamische Kunstzentrum bietet verschiedene Einrichtungen für die darstellenden Künste, Film, Handwerk und Design, darunter auch zwei Kunstgalerien und einen Skulpturengarten. Es gibt also jede Menge zu entdecken! Generell kostet der Eintritt in die Kunstausstellungen £ 12. Manche Teilausstellungen sind jedoch kostenlos zugänglich – und trotzdem absolut sehenswert! Dauerausstellungen gibt es nicht in der Barbican Kunstgalerie, was auch bedeutet, dass sich das Wiederkehren das ganze Jahr über lohnt. Es gibt ständig Neues zu sehen. Hat man genug vom grauen Gebäude, verschafft ein Ausflug in den Garten Abhilfe. Hier sitzt man im Grünen, kann in Ruhe lesen, einen Tee trinken und sogar zu Mittag Essen.

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Die Saatchi Gallery liegt in der King’s Road, nur wenige Minuten von der U-Bahn-Station Sloan Square entfernt. Eine ebenso geschäftige wie schicke Gegend Londons, in der sich elegant gekleidete Anwohner mit Kunststudenten und entspannten Touristen zu einem vielseitigen Mix verquirlen. Die Saatchi Gallery eröffnete im Oktober 2008 auf rund 6500 Quadratmetern im Duke of York Stammhaus in der King’s Road im schicken Chelsea mit einer Ausstellung zu moderner chinesischer Kunst. Was die Saatchi Gallery so besonders macht, sind die ausgestellten Werke unbekannter Designer und Künstler aus der ganzen Welt. Es ist das große Tor zu Inspiration und Gestaltung, die Abkürzung vom Kunstwerk geradewegs in den Geist des Betrachters. Der Eintritt ist frei und Ausstellungen und Installationen sind immer spektakulär, geradezu umschmeichelt vom mit Licht durchfluteten Standort. Die klassische Aufmachung des Gebäudes wurde minutiös so gestaltet, dass die Kunst bequem aus allen Blickwinkeln bei guter Belichtung besichtigt werden kann. Das Personal ist hilfsbereit und freundlich und selbst Fotografieren ist erlaubt. Alle Ausstellungen sind temporär – außer der Installation Richard Wilsons, die in Raum 15 zu finden ist. Lassen Sie sich überraschen! Kleiner Tipp: Sie werden Probleme haben, zu erkennen, ob Sie nun den Boden oder die Decke sehen, wenn Sie nach unten schauen. In diesem Raum werden Ihnen Ihre Sinne Streiche spielen. Was tief erscheint, ist in Wirklichkeit nicht tief. Aber sehen Sie selbst! Richard Wilson ist einer der meistgefeierten Bildhauer Großbritanniens. Es muss eine Ehre für Saatchis Kuratoren sein, Wilsons Werke zeigen zu dürfen. Was kann man noch tun in und um die Saatchi Gallery? Im Grünen vor dem Gebäude verweilen zum Beispiel, einen Kaffee im Saatchi Café einnehmen oder durch den Museumsladen stöbern. Auch auf dem Platz gibt es jede Menge Restaurants und Cafés. Das Valerie Café serviert ganztägig Frühstück und Eggs Benedict sollten unbedingt einmal auch um vier Uhr nachmittags probiert werden.

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Nicht allzu weit von der Saatchi Gallery, in den Kensington Gardens, liegt die Serpentine Gallery. Die nahegelegensten U-Bahn Stationen sind Knightsbridge und South Kensington. Ein kurzer Fußmarsch durch den Park und schon sind Sie da! 1970 eröffnet, bietet die Serpentine Gallery zwei Galerien, die sich rechts und links des Serpentine-Sees befinden: Die Serpentine Gallery und die neue Serpentine Sackler Gallery. Letztere öffnete im September vergangenen Jahres ihre Pforten. Von Zaha Hadid entworfen, zeigt diese Galerie das ganze Jahr über renommierte Kunst-, Architektur- und Designausstellungen. Die Serpentine Gallery, ein unter Denkmalschutz stehender Teepavillon, unterzog sich 1998 großzügigen Renovierungsarbeiten unter der Patronage von Prinzessin Diana von Wales, „Lady Di“. Nur einen fünfminütigen Fußmarsch entfernt liegt die Schwestergalerie Serpentine Sackler Gallery in einem denkmalgeschützten ehemaligen Schießpulverlager aus dem Jahr 1805, das der Öffentlichkeit nun zum ersten Mal in seiner rund 205-jährigen Geschichte zugänglich ist. Nahezu 900 Quadratmeter Ausstellungsfläche, Gesellschaftsräume und das Restaurant „The Magazin“ umfasst das renovierte und ausgebaute Gebäude nun. Genau wie die Serpentine Gallery nebenan ist auch die Serpentine Sackler Gallery jedem kostenlos und frei zugänglich und unterhält ausschließlich temporäre Ausstellungen. Ein Besuch lohnt sich also auch hier immer wieder von neuem. Die hellen, weitläufigen und luftigen Räume mit flutendem Licht aus bodentiefen Fenstern lassen das Gefühl aufkommen, in einem Künstleratelier zu stehen. Man muss kein Kunstliebhaber sein, um die Ruhe und Entspannung, die von diesem Ort ausgehen, wertzuschätzen. Die umliegende Natur, das Licht und der Platz stellen die rauschenden Gedanken im Kopf des Besuchers vorübergehend leise. Der ideale Ort, um dem Tumult der Stadt für einige Zeit zu entfliehen! Die Galerien schließen um 18 Uhr. Das Magazine Restaurant hat auch im Anschluss noch geöffnet. Bis 22 Uhr wird ein leichtes und köstliches Menü angeboten. Übrigens: Fotografieren ist in der Serpentine Gallery nicht erlaubt.

Bildnachweise:

Headerbild:©2014 Dafydd Jones, zur Verfügung gestellt von den Serpentine Galleries Barbican Art Gallery: ®Morley von Sternberg, zur Verfügung gestellt von der Barbican Saatchi Gallery: Jim Linwood, CC BY 2.0, flickr.com Serpentine Gallery: ©2013 Luke Hayes, zur Verfügung gestellt von den Serpentine Galleries

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