Tipps für Hamburg trotz Regen

Einen schönen Tag in Hamburg erleben trotz Regen

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„In Hamburg regnet es immer!“ Das behaupten zumindest viele, die KEINE Ahnung haben. In Hamburg regnet es immer mal wieder, das wäre richtiger. Aber in Hamburg regnet es zum Glück nie lange. Doch was fängt man an solchen Tagen in Hamburg mit seiner Zeit an?   In den 5 Jahren als Stadtführerin habe ich bisher nur eine Führung mit Gästen gehabt, bei der es 2 Stunden am Stück richtig geregnet hat. Das war am Morgen schon abzusehen. Als ich meine Gäste in der Hotellobby in Empfang nahm, traute ich meinen Augen nicht, als alle leicht bekleidet vor mir standen – in keinster Weise an das vor der Tür herrschende Wetter angepasst. Auf meine Empfehlung hin, sich doch noch einmal geeignete Regenklamotten zu besorgen, meinte der Gruppenleiter, das sei nicht nötig. Schließlich höre es ja gleich auf, so doll wie es jetzt schon regnet. Nach 45 Minuten mussten wir den Herrn auf der Route durch die Stadt neu einkleiden: Neue Socken, Gummistiefel und ganz wichtig: eine schicke Regenjacke.

Gute Jacke

Überseeboulevard 3, 20457 Hamburg, Deutschland

Im Fachgeschäft GuteJacke ist man gut aufgehoben, wenn man sich gegen das Regenwetter rüsten möchte. Mit über 500 Jacken und der kompetenten Beratung wird hier jeder fündig. Die hochwertige Funktionskleidung ist aber nicht nur für den Alltag brauchbar, sondern auch für Wassersport, Skifahren, Radfahren oder Trekking geeignet.

Watergate Café Bar Restaurant

St. Pauli-Landungsbrücken 8, 20359 Hamburg, Deutschland

Mein persönlicher Lieblingsplatz an Regentagen ist das Café Watergate. Hier sitzen Sie vor bodenhohen Fenstern mit Blick auf das Treiben im Hafen. Die Barkassen fahren nur selten, weil sich eine Fahrt bei Regen nicht so gut macht. Deren Scheiben sind meist beschlagen und draußen auf der Schiffsplattform will ja bei dem Wetter auch keiner stehen. Mein perfekter Regentag fängt also schon mit leckerem Frühstück und tollem Ausblick an. Foto: Mr. TinDC, CC-BY-ND-2.0

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Frisch gestärkt ist endlich mal Zeit für einen Museumsbesuch. Aber Vorsicht! Viele Museen haben in Hamburg am Montag geschlossen! Das Maritime Museum ist eine gute Wahl und leicht mit der öffentlichen Fähre Linie 72 zu erreichen – bis zur Elbphilharmonie, durch den Dalmankai, Überseeallee und dann links. Es ist das älteste aller Speicherstadtgebäude, auch „historischer Kaispeicher B“ genannt. Über 3.000 Jahre Schifffahrtsgeschichte werden hier auf 9 Etagen dargestellt. Das teuerste sind hier die Knochenschiffe, die von Gefangenen aus Essensresten geschnitzt wurden. Ich durfte mal den Containerschiff-Simulator ausprobieren. Natürlich mit Einweisung. Man fährt also auf der Brücke stehend mit einem riesigen imaginären Containerschiff in den Hamburger Hafen rein. Von Fahren kann eigentlich keine Rede sein, weil man ja von Schleppern gezogen und geleitet wird. Als ich dann fragte, ob ich mal falsches Einparken simulieren könnte, musste ich wegen mangelnder Ernsthaftigkeit die Brücke verlassen. Dabei hätte man das Programm auch umschalten können: Auf eine Fahrt auf dem Amazonas. Das wäre bestimmt auch witzig.

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Na gut, dann weiter auf Entdeckungsreise im Regen. Der Highflyer-Fesselballon vor den Deichtorhallen musste seinen Betrieb leider einstellen. Wer auf Foto-Ausstellungen steht, könnte in die Ausstellungen in der Deichtorhalle einkehren. Hier befindet sich die größte zusammenhänge Ausstellungsfläche für zeitgenössische Kunst in Europa. Im Vordergrund stehen Einzelausstellungen von Malern, Bildhauern und Designern mit internationalen Ruf.

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Ganz in der Nähe steht das Chocoversum. Schokolade macht bekanntlich glücklich und schmilzt bei Regenwetter auch nicht so schnell. An mehreren Stellen dürfen Sie hier probieren – eine perfekte Kombination aus Ausstellung und Genuss. Am Ende der Tour kreieren Sie sogar Ihre eigene Schokolade! Wenn Ihnen das als Mitbringsel für die Liebsten nicht reicht, werden Sie im angeschlossenen Shop sicher fündig.

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So ganz ohne Kultur geht es auch heute nicht weiter. Gegenüber des Bahnhofes ist das Museum für Kunst und Gewerbe. Hier ist der Neorokoko-Spiegelsaal von 1909 aus dem Budge-Palais untergebracht. Wer nicht auf ganz so alt steht, sollte sich unbedingt die Kantine des Spiegelverlages ansehen. Die ist aus den 70er-Jahren, steht unter Denkmalschutz und ist in Knallorange gefasst. Sie wurde vor einiger Zeit aus dem alten Gebäude ausgebaut und im Museum wieder eingebaut. Den Spiegelverlag findet man nun in der HafenCity.

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Nach so viel Kultur brauche ich dann Wärme und was Deftiges. Das schönste Restaurant in der Nähe ist das Restaurant Schifferbörse, das mit außergewöhnlicher Kulisse und traditioneller Küche wirbt. Seit den 70er-Jahren trug man originale Schiffsteile zusammen und so fühlt man sich tatsächlich wie im Bauch eines alten Segelschiffes.

Spaziergang in St. Georg

Da es in Hamburg ja zwischendurch auch aufhört zu regnen, ist jetzt Zeit für einen Spaziergang durch die Lange Reihe in St. Georg, nicht weit von der Schifferbörse entfernt. Das Geburtshaus von Hans Albers ist übrigens Haus Nr. 71. Ich werde nie verstehen, warum man an diesem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude das Aufhängen einer riesigen Leuchtreklame erlaubt hat. An dieser Stelle noch ein Hinweis: Hamburg ist protestantisch. Nach der Reformation waren katholische Kirchen in Hamburg streng verboten. Auch heute noch sind katholische Kirchen schwer zu finden. Die ungefähre Zahl der Katholiken liegt bei 300.000. In der Danziger Straße (geht rechts von der Langen Reihe ab) befindet sich der Mariendom. Weiter der Straße folgend, empfehle ich einen Abstecher in die Koppel 66.
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Eine alte Maschinenfabrikhalle, in der sich heute viele kleine Kunst- und Handwerksbetriebe befinden. Außerdem versteckt sich hier ein nettes Café mit kleinen Gerichten und einer respektablen Kuchenauswahl. Foto: woozle2010, CC-BY-SA-2.0

Verlässt man das Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite, gelangt man auf die Straße Koppel. Hier nun den Weg nach rechts einschlagen und der Schmilinskystrasse bis an die Alster folgen. Wer Max-Schmeling-Fan ist und seinen Spuren folgen möchte, sollte links die Koppel zum Ende durchgehen, hier hat der berühmte Boxer mal gewohnt. Unter dem Schutz der Bäume entlang der Alster kann man nun Richtung Altstadt schlendern und dem Treiben auf dem See zusehen. Um die 40 Ruder- und Segelclubs gibt es rund um die Alster. Der älteste Ruderclub Deutschlands ist hier ansässig und von 1836. Mit gefällt es sehr, wenn die Kinder mit ihren Optis auf dem See unterwegs sind. Alle Optis sind verbunden und die Kleinen segeln mit riesiger oranger Rettungsweste.
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Unter der Lombardsbrücke hindurch kommt man auf den Ballindamm. Wer jetzt dringend einen Cocktail braucht, sollte in CIU’ Die Bar einkehren. Hier kann man übrigens auch Cocktailkurse buchen. Zum Lernen für nette Cocktailabende zuhause. Zum Abschluss des Tages geht es noch bis zum Ende des Ballindams zur U-Bahnstation. Vorbei an den Alsterschwänen, denen das Regenwetter nicht wirklich viel ausmacht.

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