Genussregion Erzgebirge

Landschaftlich ein Hingucker, geschmacklich eine Erfahrung. Besuchen Sie das Erzgebirge und entdecken Sie nicht nur Fichtelberg und Schaubergwerk, sondern auch „Neinerlaa“, „Neinkreitersupp“, „Buttermilchgetzen“, „Eierschecke“ und vieles mehr.

Die heute typisch erzgebirgische Küche ist, wie so oft, geprägt von den wechselnden wirtschaftlichen Verhältnissen in Bergbau, Forstwirtschaft und Handwerk der vergangenen Jahrhunderte. Geografische Lage und Wohlstand ließen in der breiten Bevölkerung oft nur bedingt ausschweifende Gerichte und fremdländische Gewürze zu. Nichtsdestotrotz entwickelte sich eine üppige, vor allem aber kreative Küche rund um Kartoffel, Wild und heimische Kräuter.

REGIONALITÄT wird groß geschrieben

Auf den Tisch kam und kommt, was es im eigenen Garten, in angrenzenden Wäldern und bei benachbarten Landwirten auf den Feldern gibt: Kartoffeln, Wild, Kräuter, Pilze und Beeren bilden die appetitliche Grundlage vieler traditioneller Gerichte.

Alljährliche gustatorische Highlights, zu denen Regionalität und höchster Gaumengenuss immer wieder aufs Neue zelebriert werden, sind die Erzgebirgischen Kräuterwochen und die Erzgebirgischen Spezialitätenwochen. Bei letzteren tischen regionale Köche im Oktober vielfältige Gerichte nach alten Rezepten auf, kombiniert mit neuesten Kochtrends und selbstverständlich regionalen Produkten.

Typisch erzgebirgisch

Bezeichnend für das kulinarische Erzgebirge sind Kartoffelpuffer in den verschiedensten Variationen, die als deftige oder süße Hauptspeise auf den Teller gebracht werden. Die bekanntesten unter ihnen sind wohl die „Buttermilchgetzen“. Traditionell ohne Mehl oder Ei zubereitet, wird die Masse aus geriebenen rohen Kartoffeln und Buttermilch ausgebacken und anschließend mit Beerenkompott, Preiselbeeren oder Apfelmus serviert. In herzhafter Ausführung werden die Puffer mit Zwiebeln, Kümmel sowie Pfeffer gewürzt und anschließend mit Speck oder Bratwurststückchen belegt.

Das Kochen und Braten mit Heu gehört zwar zu den (fast) vergessenen Küchenmethoden, ist dafür aber umso außergewöhnlicher, was „Hei-Sau“ (Wildschweinbraten im Heu gegart) und „Fichten-Hirsch“ (Hirschbraten, der mit Fichtentrieben auf den Tisch gebracht wird) geschmackvoll beweisen.

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Erzgebirgische “Neinkreitersupp”

Etwas leichter als Wild und Getzen präsentiert sich die „Neinkreitersupp“, eine Frühlingssuppe aus neun Kräutern, die kalt auch an heißen Sommertagen hervorragend erfrischend schmeckt. Die Gänseblümchen on top sind übrigens nicht nur hübsch anzusehen. Wie auch allen anderen Kräutern der Suppe wird ihnen eine heilende Wirkung nachgesagt, unter anderem gegen Erkältungen, Gicht oder Hautausschläge.

Halten Sie sich unbedingt etwas Platz für ein Stück Eierschecke frei!

Die Kuchenspezialität besteht insgesamt aus drei Schichten: Rühr- oder Hefeteig am Boden, gefolgt von einer Quark-Vanillepudding-Schicht in der Mitte und abgeschlossen durch eine cremige Schicht aus Eigelb mit Butter, Zucker, Vanillepudding und untergehobenem Eischnee.

Ein wahres Highlight kredenzen Erzgebirgler zum Jahresabschluss am Heiligabend. „Neinerlaa“ heißt das schmackhafte Gericht bestehend aus „nein“ (neun) Komponenten:

Bratwurst oder Schweinebraten, Hering mit Apfelsalat, Grütze, Graupen oder Hirsebrei, Buttermilch, Rote-Rüben-Salat, Süßkraut, Klößen, getrockneten Pilzen und gebackenen Pflaumen.

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Erzgebirgisches “Neinerlaa” traditionell am Heiligabend

Tatsächlich kommt es beim „Neinerlaa“ unbedingt auf die Auswahl der Bestandteile an, schließlich sollen diese im neuen Jahr Glück bringen und haben, ähnlich wie auch die Kräuter der „Neinkreitersupp“, eine mythische Bedeutung.

Nach all diesen deftigen und süßen Gaumenfreuden wird es Zeit für eine flüssige Spezialität aus dem Erzgebirge. Zum Abschluss einer leckeren Mahlzeit wird traditionsgemäß Kräuter- oder Vogelbeerlikör gereicht. Letzterer ist ein aus den Beeren der veredelten Eberesche gewonnener feinfruchtig-aromatischer Schluck.

Wohl bekomm‘s!

Gut gegessen und gebettet in „Echt Erzgebirgischen Landgasthöfen“

Aktuell führen 22 Hotels und Gaststätten das Qualitätssiegel „Echt Erzgebirgische Landgasthöfe“. Es steht für erzgebirgische Gastlichkeit und regionaltypische Produkte und Küche.

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Hotel Dachsbaude und Kammbaude ***

Heidelbach 3, 09544 Neuhausen

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Gäste des Hotels schätzen das ansprechende Ambiente, den exzellenten Service und natürlich auch die vorzügliche Lage des Hauses im Stadtzentrum des Kurortes Oberwiesenthal, immerhin die höchstgelegene Stadt Deutschlands.

Genussregion Erzgebirge

Regionale Hersteller, Produkte und Gerichte, das Bewahren kultureller Vermächtnisse und die noch heute gelebte Tradition längst vergangener Jahrhunderte bringen dem Erzgebirge verdientermaßen den Titel Top Genussregion ein. Eine Sichtweise, die auch im großen HOTEL DE Voting zu Deutschlands Top Genussregion bestätigt und von 1.147 Voting-Teilnehmern mit dem dritten Platz belohnt wurde.

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