Ein Spaziergang durch die Wallanlagen

Frankfurts grüne Lunge zu Fuß erkunden

  • Frankfurt-Wallanlagen
Frankfurt sei eine hässliche Stadt, höre ich immer wieder. Nur hohe Häuser, miesepetrige Menschen, die nur ans Geld denken und zum Glück würde es einen großen Flughafen und einen zentralen Bahnhof geben, damit man schnell dieser Stadt entfliehen könne. Dieses Vorurteil trifft mich immer hart. Aus diesem Grund möchte ich Sie mit auf einen kleinen Spaziergang nehmen.

Raus aus dem Anzug, rein in den Aufzug!

Legen Sie Ihre Sachen im Hotel ab, vielleicht im Flemings Deluxe direkt in der City oder im Hilton – beide eignen sich ganz besonders gut für den Start unseres Ausflugs in das Frankfurter Innenstadtgrün. Sie können auch mit der S-Bahn bis zur Hauptwache fahren, dann mit der U-Bahn stadtauswärts bis zum Eschenheimer Tor. Der dazugehörige Turm, der heute auch ein Lokal beherbergt, ist ein ehemaliges Stadttor aus dem 15. Jahrhundert und ist nahezu im Original erhalten. Es gilt heute als das Frankfurter Wahrzeichen in der Innenstadt.
18:00
Uhr
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Im Hotel Fleming Deluxe verschaffen wir uns erst einmal einen Überblick über die Stadt. Mit einem der nur noch wenigen benutzbaren Paternoster in Deutschland fahren wir bis zum Restaurant des Hotels, um dort von der Terrasse, bei einem Aperol Spritz oder einem echten Frankfurter Apfelwein, die Skyline zu bewundern und einen Blick auf die Wallanlagen zu werfen.

Die Frankfurter Wallanlagen

Von hier aus geht’s los zu den Wallanlagen, einem grünen Band, das sich mitten durch die Stadt schlängelt und für Einheimische und Touristen ein wunderbarer Ort der Ruhe und Erholung ist.
Die Frankfurter Wallanlagen bilden eine ringförmige Grünanlage um die Innenstadt von Frankfurt am Main. Sie entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Gelände der 1804 bis 1812 geschleiften Frankfurter Stadtbefestigung. Um die Wallanlagen verläuft der Frankfurter Anlagenring.
Laufen Sie grob Richtung Zoo; im Hintergrund hören wir immer den Alleenring mit seinem fast nie abebbenden Verkehr, aber die Ruhe des innerstädtischen Grüns lässt uns das bald vergessen. Ab durchs grüne Herz der Finanzmetropole!
19:00
Uhr
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Besonders sehenswert ist hier das Nebbiensche Gartenhaus: 1810 entstand in der Bockenheimer Anlage das Nebbiensche Gartenhaus, ein klassizistischer Pavillon des Architekten Nicolas Alexandre Salins de Montfort. Das Gebäude gehört seit seiner Renovierung 1952 dem Frankfurter Künstlerclub e. V., der hier regelmäßig Kunstausstellungen durchführt. Zu der Anlage gehören ein italienischer Renaissance-Brunnen sowie ein weiterer kleiner, aus einem Kapitell gefertigter Brunnen. Gegenüber am Mozartplatz befindet sich das Mozart-Denkmal. Das Schwindhaus wurde 1845 durch den Künstler Moritz von Schwind erbaut.

Unweit von hier lag früher das Gebäude des Physikalischen Vereins. Philipp Reis stellte dort seine Erfindung namens Telefon vor (1861). Die Trasse der U-Bahn-Linie 5 trennt die Eschenheimer Anlage von der Friedberger Anlage, und wir wechseln die Straßenseiten. Es geht Richtung Bethmannweiher, wir schauen den Enten und Tauben zu und stellen und vor, dass hier einmal Napoleon Bonaparte im Landhaus der Familie Bethmann übernachtete. Ganz in der Nähe liegen die Heiligkreuzgasse, das Gericht und der berühmte Tigerpalast. Das Restaurant bietet exqusite Küche, das Theater ein sensationelles Varietéprogramm.
20:00
Uhr
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Auch wir schlagen den Weg Richtung Heiligkreuzgasse ein, bleiben aber auf der rechten Seite der Straße bei Hausnummer 9a stehen, schauen durch die Scheiben des Lokals Pasta Davini und stellen fest: Es gibt noch ein paar Plätze in diesem Frankfurter Minilokal. Das Restaurant sieht aus wie ein zu voll besetztes Wohnzimmer an Opas 80. Geburtstag, und genau so ist es dort auch ein wenig. Wir stärken uns mit den hausgemachten Nudeln, genießen einen Schluck Wein und dann geht es zurück.

Schillerstraße und Börsenplatz

Die Obermainanlage, das letzte Stück der Wallanlage, lassen wir hinter uns und tauchen kurz in den Trubel der Zeil ein. Deutschlands umsatzstärkste Einkaufsmeile liegt zwischen Konstablerwache und Hauptwache. Hier könnten wir auch in die S-Bahn einsteigen und bis zur Hauptwache fahren, aber wir laufen lieber die 10 Minuten bis zur Schillerstraße und beobachten dabei die einkaufslustigen Frankfurter und Besucher. Freitags findet hier einer der vielen Frankfurter Wochenmärkte statt, der Schillermarkt. Direkt vor dem Gebäude der Frankfurter Wertpapierbörse ist dann ein Weinstand aufgebaut, der Börsianer, Frankfurter und Touristen zu einem lustigen Völkchen verbindet. Hier können Sie auch die bekannte Frankfurter „Grüne Sauce“ oder ein schönes deftiges Schnitzelbrötchen zum Riesling genießen. Am Ende der Schillerstraße ist schon wieder der Eschenheimer Turm zu sehen, aber wir biegen bei Bulle und Bär (einem Denkmal für das Auf und Ab an den Finanzmärkten) rechts auf den Platz vor der Börse ein. Am Parkhaus Börse vorbei geht es wieder in die Wallanlage. Wieder sehen wir einen großen Weiher vor uns, im Hintergrund wird gerade eifrig gebaut und am Ende des Weihers erheben sich einige der Frankfurter Bankentürme, aber vor den Banken ist das Hohe Haus der Kultur zu sehen: Die Alte Oper. Eigentlich sollte sie ja abgerissen werden, aber die Frankfurter Bürger konnten das verhindern. Gott sei Dank.
21:00
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Mein persönlicher Tipp: Nehmen Sie den letzten Drink auf diesem Ausflug auf der Terrasse des Opernrestaurants und schauen über den Opernplatz auf die Taunusanlage, einem weiteren Teil der Wallanlage. Von hier aus kommen Sie zur Kaiserstraße und zum Main. Enjoy it.

Bildnachweise

  • Wallanlagen: Melkom, CC BY-SA 3.0
  • Flemings Hotel Deluxe Frankfurt-City: Mit freundlicher Genehmigung des Hotels
  • Nebbienisches Haus: Andrew-k [CC BY-SA 3.0]
  • Spaghetti Frutti di Mare: Brandon, CC BY 2.0
  • Restaurant Opera: Mit freundlicher Genehmigung des Restaurants Opera

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