„Der Himmel ist ein Platz auf Erden“

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Alle Drehorte des ersten Franken-Tatort im Überblick

Der erste Franken-Tatort „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ wurde im Sommer 2014 rund um Nürnberg, Fürth und Erlangen gedreht. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Locations vor und zeigen auch, was in der Sendung nicht zu sehen war.

Durch das wuchtige Portal des Hauptbahnhofs betritt Hauptkommissar Felix Voss die Tatort-Bühne. Er bräuchte von seinen Kollegen nicht abgeholt werden, denn die U-Bahn Linie 1 brächte in direkt zu seiner neuen Wirkungsstätte. (Foto Matthias Süß)
Was selbst die wenigsten Nürnberger wissen: Eine Wartehalle des im Krieg fast vollständig zerstörten Hauptbahnhofs (jetzt das DB-Reisezentrum) wurde im Jugendstil wiederhergestellt und ist ein echter Hingucker. (Foto Matthias Süß)
Voss geht vom Klarissenplatz in Richtung Luiltpoldstraße und passiert eine Hausfront, in die große Namen aus Nürnberg gemeisselt sind: Hans Sachs, Feuerbach, Veit Stoss, Hegel, Albrecht Dürrer. (Foto Matthias Süß)
Neues Museum Nürnberg
Die andere Seite des schmalen Gässchens bildet die Glasfassade des Neuen Museum Nürnberg. Dieses ist eines der wichtigen Museum zeitgenössischer Kunst in Bayern. (Foto: Neues Museum / Steffen Oliver Riese)
Die Tatort-Mordkommission hat ihren Sitz im Polizeipräsidium Mittelfranken, das für Außen- und Innenaufnahmen genutzt wurde. (Foto Matthias Süß)
Die markante Kuppel, die im Tatort ein paar Mal im Hintergrund zu sehen ist, gehört zur Elisabethkirche am Jakobsplatz. Die Raumwirkung der erst 1900 fertig gestellten Kirche erinnert an einen griechischen Tempel. (Foto Matthias Süß)
Charlotte Pahl schlendert nachdenklich über den Hauptmarkt in Nürnberg. Zu sehen ist der Schöne Brunnen, ein Muss für jeden Nürnberg-Besucher. (Foto Matthias Süß)
Sie trifft auf ihren Ex-Lover Tommy Buchwaldt. Gut zu erkennen ist im Tatort die Renaissance-Fassade des Neuen Rathauses, hier rechts im Bild. (Foto Matthias Süß)
Nuernberg 27. Maerz 2008: Lochgefaengnis im Rathaus. (Foto: Birgit Fuder/Stadt Nuernberg)
Im Neuen Rathaus erinnern die mittelalterlichen Lochgefängnisse an eine dunklere Epoche der Justiz. Sie wurden erst mit Anschluss Nürnbergs an Bayern im Jahr 1806 nicht mehr genutzt. (Foto: Stadt Nürnberg / Birgit Fuder)
Charlotte Pahl spaziert effektvoll über die Fleischbrücke, um ihren Freund  Christian Ranstedt zu treffen. Als Vorbild diente unverkennbar die Rialtobrücke in Venedig. (Foto Matthias Süß)
Farbig zeigen sich die gefilmten Straßenszenen selten. Trotz des Nachtdrehs fällt die Häuserreihe an der Fürther Straße ins Auge. (Foto Matthias Süß)
Paula Ringelhahn erklärt Felix Voss  bei einer nächtlichen Autofahrt die "Weltgeltungsstraße" Fürther Straße am Beispiel der ehemaligen Vorzeigeunternehmen Triumph-Adler, AEG und Quelle. (Foto Matthias Süß)
Das Quelle-Areal gilt als das größte leerstehende Gebäude nach dem Berliner Flughafen BER. Einen Teil des Parkplatzes haben "Stadt-Gärtner" für sich entdeckt. (Foto Matthias Süß)
Auch in der Fürther Straße 110: der Justizpalast. Hier wurden die Innenaufnahmen gedreht, die das holzvertäfelte Büro von Dr. Pahl zeigen. (Foto Matthias Süß)
Im Justizpalast wurde tatsächlich Weltgeschichte geschrieben: Im Schwurgerichtssaal 600 fanden zwischen 1945 und 1949 die Kriegsverbrecherprozesse gegen die Nazigrößen und Militärs statt. (Foto: Stadt Nürnberg / Christine Dierenbach)
Hotel Pyramide
Die Kommissare inspizieren am Kanal an der Stadtgrenze die Stelle, an der vor Jahren eine Dienstwaffe verloren ging. Im Hintergrund ist eine Pyramide zu sehen: das Hotel Pyramide in Fürth. (Foto: Hotel Pyramide)
Campus Erlangen
Ein Labor des Fachbereich "Engineering of Advanced Materials" am Campus der FAU in Erlangen. Hier forschte das erste Franken-Tatort-Opfer. (Foto: Matthias Süß)
Hirschgasse Fürth
Die Altstadt von Fürth war auch ein Drehort des ersten Franken Tatorts, hier die Hirschgasse mit Blick zum markanten Rathausturm. (Foto: Matthias Süß)
Kriminalmuseum Fürth
Im Rathaus befindet sich seit 2010 - passend zum Franken Tatort  - das Fürther Kriminalmuseum. (Foto: Stadt Fürth / Susanne Kramer)
Kurze Schnitte, lange Fahrten im PKW, nächtliche Szenen: Selbst eingefleischte Nürnberg-Fans mussten oftmals sehr genau hinsehen, um die einzelnen Drehorte identifizieren zu können. Viele Drehs hätten in einer beliebigen Großstadt spielen können. Über 40 Minuten dauerte es, bis die Kaiserburg, das Markenzeichen der Stadt, deutlich im Bild war.
Hauptbahnhof Nürnberg
Hauptbahnhof
Seinen ersten Auftritt als Hauptkommissar Felix Voss hat Fabian Hinrichs mit dem Hauptbahnhof Nürnberg als Kulisse. Wie Voss nutzen täglich rund 140.000 Reisende den Bahnhof, der damit zu den zehn größten Bahnhöfen in Deutschland zählt. Unter dem Bahnhof kreuzen sich die vier U-Bahn-Stammstrecken Nürnbergs. Nur zwei Stationen weiter mit der Linie 1 und Voss wäre direkt beim Polizeipräsidium angekommen.
Polizeipräsidium
Polizeipräsidium
Die Tatort-Mordkommission hat ihren Dienstsitz im Polizeipräsidium am Jakobsplatz, das auch für Innenaufnahmen genutzt wurde. Allerdings erstreckt sich der Aufgabenbereich des Polizeipräsidiums nicht – wie im ARD-Tatort – über ganz Franken, sondern beschränkt sich auf Mittelfranken. Die grüne Kuppel, die zwei Mal im Hintergrund zu sehen ist, gehört zur Elisabethkirche, an die das Polizeipräsidium direkt angebaut ist.
Als Voss mit Ringelhahn über ihren Zahnarzttermin spricht, sind die beiden allerdings nicht im Präsidium, sondern im leerstehenden Kaufhof-Gebäude am Aufseßplatz in der Nürnberger Südstadt zu sehen.
Reichswald
Reichswald
Das Mordopfer der ersten Folge wird in einem Geländewagen im Reichswald gefunden. Auf über 25.000 ha dehnt sich das Waldgebiet aus, das den östlichen Teil Nürnbergs in einem Bogen von Tennenlohe bis nahe an die Stadtgrenze von Roth umschließt. Der „Tatort“ liegt entlang des Feldweges gegenüber dem Waldfriedhof in Wendelstein südlich von Nürnberg.
Die Anfahrt-Szenen wurden hingegen auf Feldwegen westlich von Nürnberg auf dem Gemeindegebiet von Stein gedreht.
Quelle-Areal
Fürther Straße
Ringelhahn erklärt Voss während der Fahrt vom Tatort zum Wohnhaus des Opfers die Fürther Straße zur „Weltgeltungsstraße“ Nürnbergs, da hier die ehemaligen Weltfirmen Quelle, AEG und Triumph-Adler ihren Sitz hatten. Kurz kommt der Quelle-Turm ins Bild. Auch die U-Bahnstation Eberhardshof ist als markantes Bauwerk zu erkennen.
Später ist Voss noch einmal in der Fürther Straße, als er einen Richter befragen muss.
FAU Erlangen
Friedrich-Alexander-Universität (FAU)
Die Friedrich-Alexander-Universität mit Sitz in Erlangen und Nürnberg ist mit 40.000 Studenten die zweitgrößte Universität in Bayern. Das Mordopfer der ersten Franken-Tatort-Folge „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“, Christian Ranstedt, war ordentlicher Professor an der Universität. Gedreht wurde in und um das Gebäude der technischen Fakultät in Erlangen.
Weitere Drehs fanden am Burgberg in Erlangen statt. Dort steht auch die Villa des Opfers Ranstedt. Das Nachbarhaus der Familie Pahl ist hingegen im Nürnberger Stadtteil Erlenstegen zu suchen.
Justizpalast
Justizpalast
Das holzvertäfelte Zimmer, in dem Voss den Richter Dr. Pahl in seinem Büro im Strafgericht befragen muss, ist tatsächlich die Bibliothek des Landgerichtes Nürnberg im Justizpalast in der Fürther Straße 110. Im größten Justizgebäude Bayerns ist das Oberlandesgericht Nürnberg, das Landgericht Nürnberg-Fürth und das Amtsgericht Nürnberg untergebracht. Die Staatsanwaltschaft residiert im Nachbargebäude mit der Nummer 112.
Weitere Drehorte waren die Mathildenstraße in Fürth (Wohnung von Ringelhahn), die Hainstraße (Wohnung von Tommy Buchwaldt), das Noris-Tennis-Center und das Cinecitta (alle in Nürnberg). Voss war u.a. vor der Königsstraße und dem Klarissenplatz zu sehen, Charlotte Pahl war in der Altstadt zwischen Neuem Rathaus, Fleisch- und Museumsbrücke unterwegs.
Bildnachweis Titelbild: BR/Olaf Tiedje