Botanischer Garten und Aromagarten

Stadtführung durch Erlangen Teil 3

  • Tropenhaus

Thilo Castner, ausgewiesener Kenner Frankens und als solcher Mitverfasser mehrerer Bücher, nimmt Sie mit zu einem Spaziergang durch die Erlanger Innenstadt. Lernen Sie die Stadt kennen, die Erlanger besser verstehen. Nachdem Sie den Schlossgarten schon kennen gelernt haben, werden in Teil 3 der Stadtführung der Botanischen Garten und den Aromagarten vorgestellt:

Der Großstadt-Verführer Franken


DER GROSSSTADT-VERFÜHRER FRANKEN
12 fundiert recherchierte Touren mit Wissenswertem zu Stadtgeschichte und Sehenswürdigkeiten, 208 Seiten
ARSVIVENDI Verlag, 13,90 Euro
ISBN-10: 3869132027

Mit rund 4.000 Arten ist Erlangens Botanischer Garten einer der schönsten und reichhaltigsten in der Bundesrepublik. Pflanzen der verschiedensten Klimazonen und Vegetationsgebiete, von der arktischen Tundra bis zu den tropischen Regenwäldern, kann man hier in artgemäßer Umgebung studieren. Den Besucher erwarten ein Alpinum sowie ein Subalpinum, ein Gewürz- und ein Arzneigarten, eine Ökologisch-Morphologische Anlage, mehrere Seerosenbecken und Gewächshäuser – und das ist längst nicht alles. Mindestens eine halbe Stunde sollte eingeplant werden, um die Pracht dieses Gartens voll auszukosten.

Anschließend zurück zur Loschgestraße. Wer eine Verschnaufpause einlegen will, hat es nicht weit zum Café Mengin. Der eine oder andere möchte den Rundgang vielleicht an dieser Stelle sogar schon abbrechen. Vor allem Natur- und Gartenfreunden aber sei ans Herz gelegt, unbedingt weiterzugehen, denn es stehen mit dem Aromagarten und dem Burgberg noch zwei Highlights aus, die zu versäumen wirklich schade wäre.

Deshalb also der Loschgestraße immer weiter geradeaus, über den Maximiliansplatz und unter der blauen Passentenpassage hindurch, zur Hindenburgstraße folgen. Nach dem Denkmal zu Ehren eines Jäger-Bataillons – Erlangen war viele Jahre lang Garnisonsstadt – biegen wir links in die Palmsanlage ein und erreichen nach wenigen Minuten rechter Hand den Aromagarten. Er entstand 1981, initiiert von Professor Karl Knobloch vom Institut für Botanik und Pharmazeutische Biologie, und war der erste seiner Art in Deutschland. Dort ist alles an Pflanzen zusammengetragen, was die Natur an betörenden Düften und Essenzen zu bieten hat und was die Menschheit von jeher zur Heilung von Krankheiten und zur Befriedigung modischer Bedürfnisse zu nutzen verstand. Von April bis Oktober blüht und summt es hier, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge tummeln sich auf Blüten und Blättern. Die 9.000 Quadratmeter große Anlage ist ein perfektes Ökosystem, in dem jede Pflanze in der ihr angemessenen Umgebung wachsen kann, sei es auf trockenem oder feuchtem Boden, im Schatten oder in praller Sonne, im Wasser oder auf steinigem Untergrund. Wer die Vielseitigkeit der Pflanzenwelt bislang noch nie richtig wahrgenommen hat – hier, in dieser größten Apotheke Bayerns, lässt sich das mühelos nachholen.


Auszug aus dem Großstadt-Verführer Franken, S.130.

Bildrechte Botanischer Geraten: Matthias Süß

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