Entdecken Sie das Zavelviertel

Ein kleines Paradies - antik und schick

  • Das Brüsseler Zavelviertel
Haben Sie eine Stunde frei? Das Zavelviertel, besser bekannt als „Le Sablon“, ist der ideale Ort, um der hektischen Welt eine Weile zu entkommen. Der „Kleine Zavel“ ist ein gemütlicher Park mit Wasserspiel und 48 schönen Bronzestatuen. Sie haben von dort aus einen ausgezeichneten Ausblick über das ganze Viertel. Der mondäne „Große Zavel“ lädt zum Flanieren ein und führt Sie an weltberühmten belgischen Chocolatiers, Antiquitätenläden, Luxusrestaurants und gemütlichen Cafés vorbei. Ein Ort, an dem Sie gesehen werden und den Sie gesehen haben müssen! Der Zavel liegt auf dem Hang, der die Brüsseler Unter- und Oberstadt trennt, zwischen der berühmten Louisalaan und dem großen Markt. Ich nehme meistens die Tram hierher und laufe dann zum Park am „Petit Sablon/Kleine Zavel“, der für mich immer wieder eine Oase der Ruhe in einer hektischen Stadt darstellt. Der Park am Kleinen Zavel (anno 1879) ist umgeben von gotischen Säulen, die mit schmiedeeisernen Zäunen verbunden sind. Auf den Säulen stehen kleine Bronzestatuen, die 48 Stile und Handwerksarten aus der Vergangenheit zeigen. 1972 wurde der Park als historisch klassifiziert. Das dominierende Monument im Stil der flämischen Neorenaissance sind die Gräber von Egmont und Hoorne. Beide wurden am 5. Juni 1568 wegen ihres Widerstandes gegen die Spanischen Machthaber hingerichtet. Vom Monument aus haben Sie einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt und die „Onze-Lieve-Vrouwe-ter-Zavel-Kirche“.

Onze-Lieve-Vrouwe-ter-Zavel-Kirche

Die Kirche fällt mit ihren 14 Meter hohen Glasfenstern und den nicht vorhandenen Türmen auf. Beim Bau der Kirche fehlten am Ende die Mittel für den Kirchturmbau. Gegenüber der Kirche bildet der Große Zavel einen dreieckigen Platz bis zur Rollebeekstraat und dem alten Wall. Hier finden Sie viele Chocolatiers, Antiquitätenläden, Designer, Restaurants und Cafés. Am Wochenende schlendere ich gerne über diesen Platz, weil dort dann ein Antikmarkt stattfindet. Zwischen glänzenden Silberwaren, alten Kameras und Radios, Möbelstücken, alten Postkarten und LPs fällt es sehr schwer, mit leeren Händen nach Hause zu gehen.

Das schicke Brüssel

Das Viertel ist eines der teureren Viertel Brüssels, was sich an den Besuchern und den Geschäften ablesen lässt. Der Jetset trifft sich hier gerne zum schicken Mittagessen, Aperitif oder Abendessen und die meisten Etablissements bieten eine beheizte Terrasse auf dem Gehweg. Eine gute Adresse ist „Lola“, ein modernes, gemütliches Restaurant mit Speisen für jeden Geldbeutel. Wenn Sie alleine kommen, können Sie an der langen Theke etwas essen oder trinken. Sie sitzen dort sehr gemütlich, nette Menschen begrüßen Sie und bevor Sie sich versehen, sind Sie in ein angenehmes Gespräch verwickelt. Doch das ist natürlich kein Muss, Sie können auch einfach in aller Ruhe speisen.
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Meine Lieblingsbrasserie ist „Chez Richard”, Ecke Miniemenstraat. Einmal drinnen, sind Sie in einem ganz anderen Brüssel. Antiquare trinken hier morgens ihren Kaffee, Anwälte und lokale Händler treffen einander zum Aperitif, die Touristen kommen erst nachmittags. Hier gibt es keine Snobs. Mittags können Sie hier kleine Brüsseler Gerichte erhalten und die Austernbar (geöffnet an den Wochenenden zwischen 1. Oktober und Ende April) verführt mich immer wieder zu einem Teller frischer Meeresfrüchte und einem Glas Weißwein. Die (beheizte) Terrasse ist das ganze Jahr über geöffnet.

Kunst und Antiquitäten

Der Zavel ist natürlich viel mehr als nur gutes Essen und Drinks. Rund um den Platz und in den umliegenden Gassen finden sich viele schicke Antiquitätengeschäfte, Kunstgalerien, asiatische Kunsthändler und Juweliere. Ich schaue mich noch ein wenig in einem alten Antiquariat um. In der Nähe liegt die “Galerie des Minimes”, ein Tipp für alle, die gerne stöbern und die Entdeckung des Tages machen wollen. Beim Verlassen des Geschäftes gehe ich kurz ein wenig weg vom belebten Zavelplein, um auf einem (bisher) nahezu unbekannten kleinen Platz Ruhe zu finden. Er ist nur etwa 400 m² groß und die mittig gelegene, große Eiche ist von Tischen umgeben.
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Die Brasserie “L’Arrière Pays” ist eine echte Entdeckung. Sowohl die Lage, die Terrasse, die Einrichtung als auch die Karte sind sehr originell. Besonders zu empfehlen sind die traditionell belegten Sandwiches, Ente, flämisches Schmorfleisch (Vlaams stoofvleespotje) und Vieles mehr.

Wie kommen Sie ins Zavelviertel?

Metro: Linien 2 und 6 – Haltestelle Louisa (fünf Minuten zu Fuß am Gerichtshof vorbei) Trams: Linien 92 und 93 – Haltestelle Regentschapstraat/Kleine Zavel Bus: Linien 27 und 95 – Haltestelle Grote Zavel Hop-on Hop-off Bus: Rote Linie – Haltestelle Zavel Mit dem Fahrrad: In Brüssel können Sie mit Villo! preiswert Fahrräder mieten.

Bildnachweise

  • Headerbild: Shutterstock, Alxcrs

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