Das Dansaerviertel – neues Brüssel

Angesagt, neu, Hot Spot der Brüsseler Unterstadt!

  • Im Herzen von Brüssel
Die Brüsseler „Unterstadt“ wird durch die gut besuchte Anspachstraße (Boulevard Anspach) in zwei Teile geteilt. Die meisten Besucher halten sich vor allem in dem Teil auf, in dem der Große Markt gelegen ist und sich die Börse befindet. Das ist schade, denn gerade das Dansaertviertel – auch „das neue Brüssel“ genannt – auf der anderen Seite der Straße hat enorm viel zu bieten: Es ist ein hipper Schmelztiegel, eine Mischung aus Einheimischen, Touristen, Geschäftsreisenden und Studenten. Sie alle kommen hierher, um zu shoppen, auf den Terrassen einen Drink, einen schnellen Lunch oder ein schönes Abendessen zu genießen. Oder um einfach die schmalen Straßen und grünen Parks zu entdecken.

Das neue Leben des Dansaertviertels

Jahrzehntelang war dieser Teil Brüssels Opfer von Stadtflucht und Verwahrlosung. Die 90er Jahre stellen einen Wendepunkt dar und machten das Viertel auf einen Schlag zum Anziehungspunkt für eine junge, kaufkräftige Mittelschicht, die die traditionellen Viertel verschmähte und einen anderen Lebensstil pflegte. Heute findet man hier Sozialwohnungen neben teuren, hippen Lofts, billige Telefonläden neben Designgeschäften, Obdachlose neben modebewussten Hipstern. Das Viertel hat einen ganz eigenen Charakter und hat sich zu einem Place to be für Liebhaber der Mode, Kultur, Gastronomie und Designwelt entwickelt. Sie werden dort mehr Niederländisch auf den Straßen hören als in anderen Vierteln, daneben aber auch Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und die skandinavischen Sprachen. Eine multinationale Mischung auf der Suche nach schöner, hipper Atmosphäre.

Berühmte Flamen im Dansaertviertel

Sie spazieren zu einem alten Getreidemarkt, einem kleinen Platz mit großen Platanen. Sie wähnen sich in der Provinz und die Terrassen mit farbig gestreiften Strandkörben laden bei schönem Wetter dazu ein, ein erstes Bier oder einen französischen Wein zu genießen. Oder warum probieren Sie nicht ein kräftiges belgisches Abteibier und dazu Tapas? Mit ein wenig Glück sitzen oder stehen Sie neben einem berühmten Flamen oder einem Fotomodel, denn gerade hier will jeder aus der Medien-, Mode- und Designbranche gerne auffallen.
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Zwischen all den Brasserien rund um den kleinen Platz finden Sie einen ganz besonderen Käsehändler. Die „Crèmerie de Linkebeek” gibt es schon seit 1903. Der heutige Betreiber hat sein Handwerk in Frankreich gelernt, wo er zu diesem Zwecke mit seiner „kleinen Ziege” (einem alten Citroën 2CV) von Bauernhof zu Bauernhof durchs ganze Land fuhr. Kein Zufall, dass die Ziegenkäse hier so lecker sind. Aber Sie erhalten hier auch schmackhaft belegte Brötchen und Wein. Vielleicht ist es eine gute Idee, den Käse als Souvenir mit nach Hause zu nehmen?

La Mer du Nord / De Noordzee

Sint-Katelijnestraat 45 Rue Sainte-Catherine, 1000 Brüssel, Belgien

An der Kreuzung zwischen dem Alten Getreidemarkt (Oude Graanmarkt) und der Sint Katelijnestraat finden Sie ein außergewöhnliches Fischgeschäft. Das “Noordzee – Mer du Nord” ist ein Muss für Freunde guter Meeresfrüchte oder Fisch mit einem Gläschen Wein oder Sekt. An sonnigen Tagen stehen hunderte Menschen an Stehtischen auf der Straße mit einem Glas und Fischtapas in der Hand. Manchmal scheint es, als wäre auf der Straße ein großer Empfang. Sie bestellen am „comptoir” an der Straße und wenn Ihr Gericht fertig ist, werden Sie aufgerufen. Im Winter ist die Fischsuppe zu empfehlen. Ich habe selten eine so freundliche Bedienung erlebt. Sie wechseln konstant vom Französischen ins Englische und wieder ins Niederländische, so wie es in Brüssel sein muss. Das Geschäft ist montags geschlossen. Sonntags können Sie ab 11 Uhr einen Aperitif genießen.

Le Pain Quotidien

Rue Antoine Dansaertstraat 16a , 1000 Brüssel, Belgien

Wenn Sie morgens einen Termin oder ein Meeting bei einer Firma in der Nähe haben, sollten Sie ein wenig früher losgehen und bei „Le pain quotidien” in der Dansaertstraat 16 frühstücken. Ein hipper Bäcker, wo Sie mit Freunden, Kollegen oder Unbekannten zusammen an einem Tisch aus wiederverwertetem Holz sitzen, das Brot brechen und guten Kaffee sowie andere Bio-Produkte genießen können. Gemütlicher lässt sich ein Tag nicht beginnen.

Wie kommt man ins Dansaertviertel?

Öffentliche Verkehrsmittel: Die Pre-Metrolinien 3 und 4 bringen Sie bis zur Haltestelle „Bourse“. Die Metrolinien 5 und 6 bringen Sie zu den Haltestellen „De Brouckère“ oder „Sint-Katelijne/Sainte-Catherine“. Zu Fuß von der Börse aus: Nicht immer einfach zu finden – notfalls hilft das Smartphone. Wenn Sie an der Börse stehen, laufen Sie die Auguste Ortsstraat entlang. Hier geht es erst durch einen Teil der Brüsseler China Town, bis Sie nach rund 300m das Dansaertviertel erreichen. Mit dem Fahrrad: In Brüssel gibt es Mietfahrräder für wenig Geld. An jeder Villo!-Station können Sie mit Ihrer EC-Karte ein Tages- oder Wochenticket kaufen und dann – natürlich innerhalb des Gültigkeitszeitraumes – so oft Sie möchten ein Fahrrad mieten.

Bildnachweise

  • Headerbild: Shutterstock, Zoltan Katona

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