Reif für die Insel – Kulturerlebnisse in Berlin

Die Berliner Museumsinsel und weitere künstlerische Ecken

  • Berlin-Museumsinsel
  Was ist von einer Stadt zu halten, die ihre Kunst- und Kulturschätze auf eine Insel verbannt? Diese Frage findet ihre Antwort auf einer abenteuerlichen Kulturreise zur Museumsinsel von Berlin. Dort, wo sich in Stein gemeißelte nordische Gottheiten und ägyptische Schönheiten die Hand reichen, trifft den Besucher die geballte Kultur der Hauptstadt. Ein Inselurlaub der besonderen Art.  

Abenteuer auf der Museumsinsel

Die Kulturreise beginnt übrigens schon, bevor der Eingang eines Museums auch nur vor einem liegt. Denn auf der Museumsinsel sind regelmäßig gefühlte 200 Nationen zu Besuch, die sich in mindestens 300 verschiedenen Sprachen zu unterhalten scheinen. Allein dieser internationale Flair, gepaart mit Berliner Schnauze, macht schon Lust auf das, was Sie an Internationalität in den Museen erwartet.
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Ein absoluter Tipp ist das Ägyptische Museum. Ein Highlight ist unter anderem die Büste der Nofretete. Von den Berlinern wird die Gemahlin des Pharao Echnaton wegen ihrer Schönheit auch „steiler Zahn“ genannt. Außerdem können Sie Papyrus-Rollen und Grabbeigaben aus fünf Jahrtausenden bestaunen.

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Nach dieser geballten Kultur auf der Museumsinsel bin ich reif für eine ganz andere Art von Insel und kehre erst einmal im Café Wilhelm ein, einem netten Kaffeehaus mit kleiner Snack-Karte. Die Kuchen- und Tortenauswahl ist eine Wucht; leider hat das Café täglich nur bis 18:00 Uhr geöffnet.

 

Kunstschätze aus allen Epochen zum Greifen nah

Die Kunst- und Kulturszene Berlins beschränkt sich übrigens nicht auf die Museumsinsel. Sie war nur Keimzelle der regen Museumskultur in der Hauptstadt.
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Im Jüdischen Museum mit seinem spektakulären Bau befinden sich über 2000 Jahre an Kunstschätzen. Beachten Sie auch die interessanten Sonderausstellungen wie den Industrieroboter BIOS [TORAH], der den Text der Tora mechanisch auf eine Papierrolle schreibt. Wenn Sie noch ein schönes Mitbringsel suchen, empfehle ich Ihnen den „Kunstautomat“. Wie früher Schokoriegel oder Softdrink-Büchsen kann man sich hier für vier Euro „Kunst ziehen“ – definitiv origineller als die Sachen aus dem Souvenir-Shop.

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Und dann sind da noch die zahllosen Galerien. Da Ihnen wohl nur Zeit für eine Ausstellung bleibt, empfehle ich Ihnen das Museum für Gegenwart in der Invalidenstraße. Hier sind Kunstwerke der letzten Jahre nicht nur auf Leinwand, sondern immer häufiger auch in digitaler und medial Form zu bestaunen.

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So sehr die Kulturhighlights den Besucher auch beeindrucken, irgendwie sind viele Kunstwerke vom Staub der Geschichte gezeichnet. Deswegen hat sich in Berlin eine junge, unverbrauchte Künstlerszene entwickelt, die auch im nahegelegenen Scheunenviertel ansässig ist. Hier sind die Kreativen aus aller Welt beheimatet, die ihre spannenden, unbekannten Kunstwerke einem größeren oder auch kleineren Publikum präsentieren. Als wir im Künstlerlokal Bötzow-Privat bei delikaten Berliner Speisen und Getränken zusammensitzen und ganz locker miteinander ins Gespräch kommen, schwärmen die Künstler von den kommunalen Galerien Berlins.

 

Und damit noch nicht genug…

Allerdings gehört zu einem wahren Kenner der Berliner Kulturlandschaft noch mehr. Denn die Hauptstadtkultur setzt neben Gemaltem sehr stark auf das gesprochene Wort, was unter anderem im Deutschen Theater, im Berliner Ensemble, im Maxim Gorki Theater, in der Schaubühne am Lehniner Platz oder im Freilufttheater im Monbijoupark spürbar wird. Musikalische Höhenflüge gibt es in der Berliner Philharmonie und im Staatstheater sowie in den Berliner Opern, namentlich der Deutschen Oper, der Staatsoper und der Komischen Oper. Es ist nun einmal so: Die Museumsinsel ist nichts weiter als eine Metapher. Ganz Berlin ist eine einzige kulturelle Insel. Darum lohnt es sich immer, die vielfältige Kultur dieser Stadt in sich aufzusaugen, und wenn auch nur für einen Nachmittag.

Bildnachweise

  • 1. Slider: hans905, CC BY-NC-SA 2.0
  • Neues Museum Berlin: Janericloebe, gemeinfrei
  • Café Wilhelm: Mit freundlicher Genehmigung des Café Wilhelm
  • Jüdisches Museum Berlin: malditofriki, CC BY-SA 2.0
  • Hamburger Bahnhof Berlin: Norro, CC BY-SA 3.0
  • Bötzow privat: Mit freundlicher Genehmigung des Bötzow privat

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