Unterwegs in Barcelona

Wie man am Besten durch die Stadt kommt

  • Barcelona Rental Bike
  Den optimalen Weg durch eine über anderthalb Millionen Einwohner große Stadt wie Barcelona zu finden, ist aufgrund der Vielzahl an Straßen und Stadtteile nicht gerade eine leichte Aufgabe. Aus diesem Grund ist eine ungefähre Kenntnis und Vorstellung des Verkehrsliniennetzes der öffentlichen Verkehrsmittel sowie der allgemeinen Hauptverkehrsstraßen unentbehrlich, um unerwünschte Verspätungen zu vermeiden oder sich nicht mit einem Stau rumärgern zu müssen. Denn mit ein wenig Voraussicht und dem entsprechenden Wissen lassen sich solche Ärgernisse durchaus vermeiden.  

Auto und Taxi sind nicht die beste Wahl

Wie alle großen Städte hat auch Barcelona ein paar „Brennpunkte“, an denen zu den Hauptverkehrszeiten ein enormes Verkehrsaufkommen herrscht. Es ist im Allgemeinen nicht empfehlenswert, in Barcelona mit dem Auto unterwegs zu sein. Wenn es sich jedoch nicht vermeiden lässt, dann sollte man nach Möglichkeit die Hauptstraßen nutzen (mit einem GPS ist alles einfacher), wenngleich hier auch mehr Ampeln sind und die Straßen vor allem während der Rush Hour innerhalb der Woche, also frühmorgens und am Abend zwischen 18:00 und 20:00 Uhr, sehr überlaufen sind. Insofern sollte man diese Straßen während der Rush Hour also entweder gänzlich umgehen oder nur peripher und geschickt nutzen. Oder auch das Wochenende abwarten, wenn man das Auto nicht stehen lassen möchte. Sich ein Taxi zu nehmen, wäre eine weitere Fortbewegungsmöglichkeit in Barcelona, jedoch sind die Fahrpreise vergleichsweise teuer gegenüber den anderen öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt und auch mit einem Taxi läuft man natürlich Gefahr, in einen Stau zu geraten. Eine kleine Information am Rande: Die gelbe und schwarze Farbgebung der Taxis von Barcelona ist in Anlehnung an das Erbe der Stadt gewählt.  

Alternative Zweirad

barcelona-bicingEin gutes Fortbewegungsmittel stellt das Motorrad oder Moped dar. Sie sind in vielen verschiedenen Läden der Stadt zu mieten, vor allem in der Nähe der La Rambla. (z.B. hier Scooter Rental) Die Nutzung der Fahrzeuge ist mit einem gewöhnlichen Führerschein möglich. Barcelona ist immerhin die Stadt mit den meisten Motorrädern in Europa, und auch in der Weltrangliste ist Barcelona in diesem Bereich weit vorn. Nicht verwunderlich, handelt es sich hierbei um ein gemütliches und agiles Transportmittel auf dem zwei Personen Platz haben. Und auch das Parken stellt kein Problem dar! Zwar nicht motorisiert, aber ansonsten mit ähnlich guten Voraussetzungen für die Stadt, zeigt sich auch das Fahrrad. Fahrräder gibt es ebenfalls in vielen Läden in der Stadt zu mieten, oder über das Bicing, dem städtischen Fahrradverleih-Service. Bicing ermöglicht es, Fahrräder an vielen unterschiedlichen Orten der Stadt auszuleihen und auch wieder abzugeben. Generell ist zu sagen, dass man sich aufgrund der Menge an Autos, Motorrädern, Fahrrädern und nicht zu vergessen Fußgängern mit etwas Vorsicht durch die Stadt bewegen sollte.  

Öffentliche Verkehrsmittel und per pedes

Die Stadt als Fußgänger zu erkunden ist, abgesehen von der eventuellen Gefährdung durch Fahrradfahrer auf dem Gehsteig, eigentlich eine sehr gute Wahl. Allerdings ist Barcelona eine große Stadt… aber im Fall der Fälle kann man ja auch auf die öffentlichen Verkehrsmittel ausweichen. barcelona-metroMit der Metro beispielsweise, die sich fast durch die gesamte Stadt zieht, wobei vor allem der Kernbereich sehr gut vernetzt ist. Aber auch die Verbindung von den anliegenden Gemeinden in die Stadt ist recht gut. Zudem kommt die Metro für gewöhnlich etwa alle 5 Minuten. Allerdings stellen auch hier die Hauptverkehrszeiten ein Problem dar, welches sich vermeiden lässt, indem man entweder auf das Motorrad/Fahrrad ausweicht oder sich zu Fuß auf den Weg macht. Für das Zurücklegen etwas größerer Distanzen gibt es die Bahnen der Ferrocarrils de la Generalitat. Mit ihnen gelangt man in die anliegenden Städte und Gemeinden und auch innerhalb Barcelonas halten die S-Bahnen an einigen Stationen. Der staatliche Bahnbetreiber Renfe ist mit ein paar Haltestellen ebenfalls in der Stadt vertreten, genutzt wird er allerdings mehrheitlich mehr für Mittel- oder Langstrecken. Nichtsdestotrotz kann die Bahn für bestimmte Strecken manchmal eine gute Alternative darstellen. Generell findet man in allen Stationen Fahrkartenautomaten, die sehr übersichtlich über die verschiedenen Tarife und Strecken informieren. Wichtig ist es hier, die einzelnen Zonen zu unterscheiden, denn auch wenn zunächst diejenigen, die die meisten Zonen abdecken, die teuersten sind, kann sich auch dies, je nach gewünschter Reiseroute, letztlich lohnen. Für kürzere Strecken empfiehlt sich eine 10-Fahrten-Karte. Für den öffentlichen Fernverkehr sollte man immer auch die Nutzung der Fernlinienbusse in Betracht ziehen. Als Teil des städtischen Verkehrsnetzes verfügen Fernlinienbusse über dieselben Konditionen und können mit den Fahrkarten der Metro, der Straßenbahn und der Züge von Generalitat und Renfe ebenfalls genutzt werden. Des Weiteren sei die Straßenbahn noch als mögliches Transportmittel erwähnt. Sie ist zwar relativ neu und verfügt bisher noch über keine vollständige Vernetzung, ihr Ausbau ist jedoch in vollem Gang.  

Ein paar praktische Ratschläge für die Fortbewegung vor Ort

  • Die Fahrkartenautomaten akzeptieren sowohl Scheine als auch Münzen und Kreditkarten. Außerdem gibt es für alle Fälle auch noch andere Verkaufsstellen, wie beispielsweise Kioske oder auch die Reisecenter der jeweiligen Bahnhöfe und Stationen.
  • Sollte man sich für das Motorrad als Fortbewegungsmittel durch Barcelona entscheiden, so sollte man, je nach Jahreszeit, auch regnerische oder kalte Tage mit einplanen.
  • Die Verbindung von Handys und Internet ist, mit Ausnahme der Tunnel, im Allgemeinen sehr gut.
  • Wenn Sie ein Fahrzeug mieten wollen, empfiehlt es sich, sich gut über den Versicherungsschutz zu informieren.
Und nach diesen Ratschlägen bleibt eigentlich nur noch zu sagen: Gute Reise!
Bildnachweise Header Bild: Alberto Masnovo Bild Bicing: Fran Urbano (CC BY-SA 2.0) Bild Metro: Mathieu Marquer (CC BY-SA 2.0)

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