Die WM-Quartiere der deutschen Nationalmannschaft – Der Geist von Campo Bahia!

Blättern Sie im Album der DFB Unterkünfte von 1954-2014!

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hotel.de gratuliert der Deutschen Nationalmannschaft zum verdienten 4.Stern!!!

Neben der Spielerischen Leistung hat diesesmal auch das Team-Hotel eine sehr wichtige Rolle gespielt. Trotz der zahlreichen Kritiken zu Beginn der WM, ist das Konzept von Oliver Bierhoff aufgegangen. Es gab keinen Lagerkoller, immer genug zu erleben und ein scheinbar perfektes Resort für Vorbereitung und Regeneration vor und nach den Spielen für unser Jungs! Dass Luxus und auch eine ausgeglichene Atmosphäre bei den WM Hotels der Nationalmannschaft aber nicht immer Standard war, zeigt unser interaktives WM Hotel-Album.

Klicken Sie sich ins Album und gehen Sie mit uns auf eine Reise durch die WM Hotels des DFB von 1954 bis heute. Es erwarten Sie tolle, schon teilweise historische Fotos und spannende Geschichten rund um die deutschen Mannschaftsquartiere!

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Campo Bahia – das Fünf-Sterne WM-Quartier des DFB 2014

Bildvermerk: Philipp Rathmer für Gala

Auf der 15.000 Quadratmeter großen Anlage gibt es 14 zweigeschossige Bungalows mit insgesamt 65 Zimmern, Mannschafts- und Funktionsräumen, einem 700 Quadratmeter großen Pool, Pressezentrum und ein eigener Trainingsplatz, der auch über den Strand zu erreichen ist, erbaut. Die Anlage ist so errichtet, dass Architektur und Natur im Einklang sein sollen. Wie es auf der Website des Campo Bahia heißt, ist das Resort … “auf ein individuelles Team-Erlebnis ausgerichtet und ermöglicht bei intensiver Naturverbundenheit und Wohlfühlatmosphäre international gehobenen Standard in Wohnkomfort, Service und Technologie



Beste Vorraussetzungen für den 4.WM Titel

Tolle Bungalows, der eigene Privatstrand vor der Tür, beste kulinarische Versorgung, aber auch kurze Flugzeiten zu den Austragungsstätten der Spiele. So mussten Poldi und Co, z.B. nach Salvador, wo Deutschland am 16. Juni sein erstes Spiel gegen Portugal bestritt, eine knappe Stunde fliegen (zu den Gruppenspielorten Recife und Fortaleza waren es ca 2 Stunden Flug). Auch klimatisch gesehen musste sich der DFB-Kader nicht sonderlich anpassen. In der subtropischen Klimazone  liegen die Temperaturen während der WM im Juni/Juli zwischen min. 22 und max. 27 Grad Celcius. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 67 bis 89 Prozent – also ganz gut aushaltbar :)

Campo bahia Deutschland WeltmeisterBildquelle: Campbahia.com

Campo Bahia war das perfekte Resort für den 4. Weltmeistertitel

Von Militärakademien, Sportschulen, Bettenburgen und Luxusherbergen – Die WM Quartiere 1954 bis 2010 im Überblick

Schweiz 1954: Strandhotel Belvédère am Thuner See – Das Wunder von Bern

Schweiz 1954 - Strandhotel BelvedereBildquelle: Strandhotel Belvédère

Im Strandhotel Belvédère waren bis zur WM 1954 hauptsächlich Niederländer zu Gast und die waren wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg noch nicht so gut auf die Deutschen zu sprechen. Deshalb konnten die Deutschen ihr Quartier fast nicht beziehen. Letztlich ließ sich der Hotelier aber doch umstimmen und die Niederländer zogen aus.

Schweden 1958: Familienhotel in Bjärreds Saltsjöbad – Schwedische Sommernächte

Schweden 1958 Familienhotel in Bjärreds SaltsjöbadBildquelle: imago/Otto Krschak/Kicker

Hans Cieslarczyk (li.) und Horst Szymaniak beim relaxen in Hotelgarten.

Die schwedischen Sommernächte brachten viele der Spieler bei der WM 1962 um ihren Schlaf. Torwart Fritz Herkenrath beklagte viel später „die immer wieder verordnete Bettruhe, obwohl keiner ruhig schlafen konnte“. Dennoch war das kleine Familienhotel ein kleines Idyll und bot Gelegenheit zu Aktivitäten wie Tischtennis und Minigolf. Auch hier zeigte sich auf verblüffende Weise, wer das meiste Ballgefühl hatte. „Ehrenspielführer Fritz Walter hat alle Turniere im Miniaturgolf gewonnen, die Herberger als Zeitvertreib für die Abendstunden ansetzte“.

Chile 1962: Militärschule Bernardo o Higgins – Strammgestanden

WM Hotel Chile 1962Bildquelle: Imago/Kicker

Zucht und Ordnung hätte das Motto des deutschen WM-Quartiers der Militärschule Bernardo o Higgins 1962 in Chile heißen können. Hinter Stacheldraht und hohen Mauern wurde die deutsche Mannschaft während der WM 1962 abgeschottet und vom Militär schwer bewacht. Herbergers degradierte Nummer zwei im Tor, Tilkowski, zerschlug aufgrund seines Frustes das ganze Mobiliar seines Zimmers.

England 1966: Hotel Peveril of the Peak – Und kein Pool

England 1966 Hotel Peveril of the PeakBildquelle: Imago/Sven Simon

Co Trainer Udo Lattek (re.), Uwe Seeler (hi.) und Willi Schulz relaxen im Hotelgarten

Eine Abkühlung im Pool – sowas war 1966 im Hotel Peveril oft the Peak in Ashbourne noch Wunschdenken der Nationalspieler. Als Abhilfe wurde der Hoteleigene Brunnen genutzt, um die schweren Beine nach den Spielen zu entspannen. Mit einem Pool, wäre die Final-Niederlage gegen England eventuell zu verhindern gewesen.

Mexiko 1970: Hotel Balneario des Comanjilla – Quartier auf 2.200m Höhe

Mexiko 1970 Hotel Balneario des ComanjillaBildquelle: Imago/Sven Simon

Uwe Seeler (Mitte) lässt sich von Masseur Erich Deuser (re.) im schattigen Garten des Mannschaftsquartiers massieren

Im Spiel um Platz drei, siegte die deutsche Nationalmannschaft 1970 gegen Uruguay mit 1:0. Willi Schulz, Spieler des Hamburger SV sollte seine Chance in diesem Spiel bekommen. Jedoch vergaß dieser seine Schuhe im Hotel Balneario des Comanjilla und musste gezwungenermaßen weiterhin Abseits des Platzes Platz nehmen. Was heutzutage unvorstellbar ist, war 1970 Realität. Ersatzschuhe gab es nicht, da monatelang das eine Paar Fussballschuhe eingespielt wurde, um Schmerzen verschwinden zu lassen.

Deutschland 1974: Sportschule Malente – Spartanische Einrichtung

Wm Hotel Deutschland 1974Bildquelle: Imago/Sven Simon/WEREK

Nach der Gruppenspielniederlage gegen die DDR, ebnete eine „Sauferei“ im WM Quartier 1974 in der Sportschule Malente den Zusammenhalt und Gewinn des zweiten WM-Titels. Uli Hoeneß und Sepp Maier nutzen die Gunst der Stunde, um im alkoholisierten Zustand ihren Frauen im knapp 100 km entfernten Hamburg einen Besuch abzustatten. Der Ausriss verlief gut und beide kamen undbemerkt und pünktlich zum morgendliche Training in Malente wieder an.

Argentinien 1978: Golfclub Ascochinga – Berti Vogts Orgelspiel

Argentinien 1978  Golfclub AscochingaBildquelle: Imago/Sven Simon

Der damalige Präsident lieferte eine totale Fehlleistung ab. Franz Beckenbauer, Deutschlands bester Fussballer, durfte nicht an dem Turnier teilnehmen, weil er im Ausland bei Cosmos New York spielte. Beckenbauer beschimpfte Neuberger in einem Interview als „fürchterlichen Denunzianten“. Paul Breitner wurde ebenfalls als kritischer Spieler aus dem DFB-Kader entfernt. Mündige Spieler ließ der DFB-Präsident nicht zu.

Spanien 1982: Principe de Asturias Gijon – Ruhe ausgeschlossen

Wm Hotel Spanien 1986Bildquelle: Imago/Sven Simon/WEREK

Einer der größten Fehlplanungen hinsichtlich des WM Quartiers, war die die Auswahl des Mannschaftshotel Principe de Asturias in Gijon WM 1982 in Spanien. Zwar wurde mit dem Hotel eine Luxusherberge ausgewählt, was jedoch nicht bedacht wurde: Die Spieler mussten Tür an Tür mit Touristen und Reportern wohnen.

Mexico 1986: Mansion Galindo/Queretaro – Die Hand Gottes

Mexico 1986 Mansion GalindoBildquelle: Imago/Kicker/Liedel

Streitereien und Auseinandersetzungen prägten die WM der deutschen Mannschaft 1986. So sorgte Uli Stein für einen besonderen Moment in der deutschen WM-Geschichte. Die Nichtberücksichtigung als Nummer 1 im deutschen Tor, veranlasste Stein, das Abenteuer Mexiko als Urlaub zu nutzen. Während sich seine Kollegen auf dem Platz aufwärmten, sonnte sich Stein genussvoll in der Sonne. Zusätzlich Teamchef Franz Beckenbauer als „Suppenkasper“ zu bezeichnen, führte Uli Stein zum Ruhm, als erster deutscher Spieler vorzeitig nach Hause geschickt worden zu sein.

Italien 1990: Castello di Casiglio/Erba – Spielerfrauen im Gepäck

Italien 1990 Castello di Casiglio ErbaBildquelle: Imago/WEREK

Als das Team am 8. Juni  1990 im Castello di Casiglio in Erba eintraf, standen die Rahmenbedingungen für eine nahezu perfekte WM. Die Prämienfrage war vorab geklärt (125.000 Mark pro Kopf für den Titel), die meisten Frauen waren in einem benachbarten Hotel einquartiert und durften jeden Tag zu Besuch kommen.

USA 1994: Oak Brook Hills/Chicago – Effenbergs “Stinkefinger”

USA 1994 Oak Brook Hills ChicagoBildquelle: Imago/Sven Simon

Angesichts der bescheidenen Leistungen während der WM 1994, sorgte der Turnierverlauf der deutschen Mannschaft für keine große Euphorie. Dafür wusste Stefan Effenberg sich richtig in Szene zu setzen. Beim glücklichen Gruppenspielsieg gegen Südkorea zeigte Effenberg seinen Unmut. Während seiner Auswechslung aufgrund schlechter Leistung, begegnete er dem pfeifenden deutschen Fans mit dem „Stinkefinger“. Resultat war die vorzeitige Abreise in Richtung Heimat.

Frankreich 1998: Hotel Les Mas d’Artigny – Traumhaft war nur das Hotel

Frankreich 1998 Hotel les Mas d'ArtignyBildquelle: Imago/Altemate

Nach der Viertelfinalschmach gegen Kroatien, übte Vogts zur WM 1998 bizarre Vorwürfe gegenüber der FIFA und unterstellte damit eine Verschwörung gegenüber der deutschen Nationalmannschaft. „Wir müssen nach Hause. Warum auch immer!? Das haben andere Leute zu verantworten. Vielleicht ist der deutsche Fussball zu erfolgreich. Die anderen können kratzen, beißen spucken – gegen uns werden die Karten gezogen. Ich weiß nicht, ob es eine Anordnung gibt.” Mit Missmut distanzierte sich das deutsche Umfeld von dieser Unterstellung. Schön wär das Hotel Mas d’Artigny trotzdem!

Japan 2002: Sheraton Phoenix Golf Resort/Miyazaki – Luxus für die Journalisten

Japan 2002 Sheraton_Grande_Ocean_Resort_2008Bildquelle: Wikipedia

Der Mythos, deutsche Nationalspieler bekommen zu Weltmeisterschaften immer die luxuriösesten Hotels vor die Nase gesetzt – wurde wiederlegt. Das teuerste und luxuriöseste Hotel in Miyazaki, wurde von ansässigen Journalisten in Beschlag genommen und wurde im Bezug auf Ruhe und Erholung, als nicht geeignet vom DFB eingestuft. Daher wurde zur WM 2002 das Dreisternehotel Sheraton Phoenix Golf Resort als Alternative ausgesucht, um maximale Entspannung den Nationalspielern zu gewährleisten. Jedoch hatten die, von den Nationalspielern mitgebrachten Playstations, Probleme mit dem japanischen Strom. Nach ausgiebigen Versuchen, wurden die Probleme zur Freude der Nationalspieler gelöst.

Deutschland 2006: Schlosshotel Vier Jahreszeiten Grunewald – Das Sommermärchen

Deutschland 2006 Schlosshotel Vier Jahreszeiten GrunewaldBildquelle: Imago/PR

Die deutsche Nationalmannschaft gastierte zur heimischen WM 2006 im Schlosshotel Grunewald. Der Komfort war vom Wellness-Bereich bis hin zu den Hotelzimmern an allen Ecken zu spüren. Dafür sorgte besonders die, von Oliver Bierhoff, aufwendige Umstrukturierung des Hotels. Eignes installierte Spielkonsolenzimmer und Lounges sorgten bei den Nationalspielern für erholsame Stunden. So wurden mehr Spiele auf der Konsole bestritten als bei der eigentlichen Heim-WM.

Südafrika 2010: Velmore Grande/Pretoria – Luxus wird zum Standard

Südafrika 2010 Velmore Grande PretoriaBildquelle: Imago/Chal v.d Laage

Berechtigte Bedenken gab es zur WM 2010 vor dem Einzug in Velmore Grand Hotel in Südafrika zurecht. In der Vergangenheit produzierte die Unterkunft eine Vielzahl von Schlagzeilen. So wurde die Sicherheit durch fehlende Brandschutzmaßnahmen nicht gewährleistet, tote Frösche im Pool gefunden oder durch fehlende Baugenehmigungen negative Werbung betrieben. Die deutsche Nationalmannschaft wurde hingegen positiv überrascht und wurde mit hervorragendem Komfort beglückt. Das Risiko hatte sich gelohnt.

Wir sind gespannt, was sich der DFB in Sachen Mannschaftsquartier zur WM 2018 in Russland einfallen lässt.

Deutschland Weltmeister 2014

 

Von am 22.04.2014 unter HOTEL DE Blog - Reise und Lifestyle, Lieblingsorte veröffentlicht.

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